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Internet-Experimente mit Survey-Teilnehmern
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Internet-Experimente mit Survey-Teilnehmern

Lässt sich unterschiedliches Verhalten bei Common Pool Resource Spielen erklären?

28 Seiten · 4,28 EUR
(25. August 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Experimente dienen zum Testen und Weiterentwickeln von Theorien wie etwa der ökonomischen Wahlhandlungstheorie. Sie sollen ein tieferes Verständnis von wechselseitigem Entscheidungsverhalten in Situationen wie „Verhandlungen“ oder der Nutzung von öffentlichen Gütern geben. Geht man von der ökonomischen Wahlhandlunsgstheorie aus, die in ihrer strikten Form die Maximierung des Erwartungsnutzens unterstellt, zeigen die experimentellen Resultate allerdings, dass das beobachtete Verhalten systematisch von dem damit vorhergesagten Verhalten abweicht. In der Folge wurde daher eine ganze Reihe von modifizierten Ansätzen zur „begrenzten Rationalität“ entwickelt.

Leider fließen in den bisherigen experimentellen Designs keine oder nur sehr wenige Hintergrundinformationen über die Teilnehmer an den Experimenten („Versuchspersonen“, Vpn) ein. Gerade solche sozialstrukturellen Merkmale könnten aber geeignet sein, zumindest einen Teil der systematischen Verzerrungen zwischen dem theoretisch vorhergesagten und dem beobachteten Verhalten zu erklären.

Zudem besteht bei dem üblichen Experiment ein Repräsentativitäts¬problem: Die erzielten Resultate beziehen sich meist auf kleine homogene Gruppen. Die Vpn sind in aller Regel Studentinnen bzw. Studenten der Ökonomik- oder Psychologie. Eine Variation in Bezug auf Bildung und Alter findet man daher selten. Insbesondere bei studierenden Probanden besteht zusätzlich das Problem, dass die Teilnehmer möglicherweise mit dem experimentellen Design vertraut sind. Dies kann u.U. ein antizipatives Verhalten provozieren.

Wir wollen diese Punkte aufgreifen und ein breiteres Forschungsdesign vorschlagen, welches unter bestimmten Bedingungen Verbesserungen insbesondere in Bezug auf die Verallgemeinerbarkeit und Vergleichbarkeit der experimentellen Resultate verspricht und vor allem auch Hintergrundinformationen über die Vpn zur Verfügung stellt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Experimente in der Ökonomik
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Experimente in der Ökonomik
the authors
Prof. Dr. Notburga Ott

geb. 1954, Professorin für Sozialpolitik und öffentliche Wirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Arbeitsschwerpunkte: Sozialpolitik, insb. Familienpolitik, Haushalts- und Familienökonomie, Gesundheitsökonomik und Versorgungsforschung.

[weitere Titel]
Prof. Dr. Gert G. Wagner
Gert G. Wagner

geb. 1953, ist Max Planck Fellow am MPI für Bildungsforschung in Berlin und Senior Research Fellow beim Sozio-oekonomischen Panel am DIW Berlin; bis 2018 auch Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin. Er gehört zu den 13 Gründungsmitgliedern der Keynes-Gesellschaft, ist Vorsitzender des Sozialbeirats der Bundesregierung und Mitglied im Sachverständigenrat für Verbraucherfragen.

[weitere Titel]
Dr. Jörg-Peter Schräpler
Jörg-Peter Schräpler

Wissenschaftlicher Assistent an der Ruhr-Universität Bochum und Research Affiliate am DIW Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Survey-Methodenforschung, Befragtenverhalten, Internetexperimente.