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Investierbarer Überschuß und Außenhandel

Über interne und externe Bedingungen nachholender Entwicklungsprozesse

"Hochschulschriften"  · Band 37

322 Seiten ·  39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-167-2 (November 1997 )

 
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Die Frage nach der Bedeutung des Außenhandels für nachholende Entwicklungsprozesse begründet eine anhaltende entwicklungstheoretische Kontroverse. Steiner vertritt die Auffassung, dass sich der Entwicklungsbeitrag des Außenhandels durch Ansätze erschließen läßt, die die Bedingungen und gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge der Kapitalbildung in nicht-industrialisierten Volkswirtschaften zum Gegenstand haben. Im Mittelpunkt dieser produktionsorientierten Ansätze stehen die vielfältigen Probleme bei der Aufbringung, Aneignung und Verwendung investierbarer Überschüsse. Aus diesem Blickwinkel erweist sich die strukturelle Importabhängigkeit bei Kapitalgütern als Kernproblem der Frühindustrialisierung: Die Verfügung über die technische Seite der Investitionen setzt voraus, dass der im Wirtschaftskreislauf fehlende Kapitalgüter-Sektor über eine Ausweitung der Exportproduktion substituiert werden kann. Erst ein solcher Zugriff auf die Kapitalgüter-Branchen in Industrieländern ermöglicht die Ausbreitung von Prozessänderungen in einer wachsenden Zahl von Produktionsfeldern und entsprechende Produktivitäts- und Einkommenszuwächse. Angesichts des sich ausweitenden internationalen Technologiegefälles resultiert aus diesen Zusammenhängen für nachholende Entwicklungsprozesse im ausgehenden 20. Jahrhundert ein »Sachzwang Außenhandel«.