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Monday, August 26, 2019
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Jane Marcet (1769-1858) und Harriet Martineau (1802-1876)
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Jane Marcet (1769-1858) und Harriet Martineau (1802-1876)

20 Seiten · 3,60 EUR
(Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Jane Marcet war die ältere der beiden hier betrachteten Autorinnen. Mit ihren Büchern zu so unterschiedlichen Themen wie Chemie, Regierungsformen und Geologie machte sie wissenschaftliche Themen einer breiten Masse zugänglich. Sie schrieb drei Bücher über die Volkswirtschaft: Conversations on Political Economy (Erstveröffentlichung 1816), John Hopkins’s Notions on Political Economy (1833) und Rich and Poor (1851). Als ihr erstes Buch veröffentlicht wurde, gab es nur wenige Wissenschaftler, die sich mit der Volkswirtschaft ernsthaft auseinandersetzten. Vergleichsweise wenige Männer und fast gar keine Frauen bemühten sich, ihre Grundsätze zu verstehen. Trotzdem wurde Jane Marcets einführendes Buch das meistverkaufte Druckwerk des neunzehnten Jahrhunderts. Ein Rezensent von Marcets späteren Büchern vermerkte über die Atmosphäre, in der ihre Laufbahn mit annähernd 30 Büchern zu unterschiedlichsten Themengebieten ihren Anfang nahm:

"Wir können uns noch deutlich an eine Phase in der Vergangenheit erinnern, als es für eine Dame kaum weniger anstößig erschien, eine Abhandlung über einen Wissenschaftszweig hervorzubringen, selbst über einen so unausgereiften wie den der Volkswirtschaftslehre, als eine Brigade zu befehligen oder eine Fregatte zu führen. Wir können uns an die Auffassung in den frühen Tagen unserer Kindheit erinnern, daß kein Mädchen das imaginäre Hilfsmittel der Bildung benötigte, um ihrem Herrn und Meister eine geziemende Gefährtin zu sein; daß Schönheit und das Quantum Menschenverstand, das sie vor dem Sturz in den Kamin bewahrte, als Qualifikation für die Mitgliedschaft in der Gesellschaft ausreichten.

Eine bekanntere Popularisiererin war Harriet Martineau. Innerhalb eines zweijährigen Zeitabschnittes (1832-1834), in dem sie 25 Geschichten mit einem Umfang von 100 bis 200 Seiten veröffentlichte, war ihr Interesse an der Volkswirtschaft zwar kurzlebig, doch intensiv. Sie würdigte Jane Marcets Conversations als eine ihrer Inspirationsquellen. Wie diese wählte sie eine erzählende Schreibform und bekundete, „diese Methode nicht nur deswegen ausgesucht zu haben, weil sie neu oder weil sie unterhaltsam ist, sondern weil wir sie als die zuverlässigste und umfassendste ansehen“. Sie kritisierte die damals erhältlichen, systematisch vorgehenden wirtschaftswissenschaftlichen Schriften, weil sie sich auf die Grundgedanken beschränkten und der Leserschaft die Anwendung dieser Wahrheiten überließen. So schrieb sie: „Wir können nicht einsehen, warum Lehrsätze und ihre Anwendung nicht zusammengehören sollten, – warum eine Erläuterung dieser Prinzipien ... nicht dadurch deutlicher und interessanter dargestellt werden sollte, dass man die Wirkungsweise dieser Prinzipien in der Gesellschaft illustriert“. Nach den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts kam sie nie wieder auf das Thema der Volkswirtschaft zurück, fuhr jedoch fort, beim Schreiben auf unterschiedlichste literarische Formen zurückzugreifen, wie beispielsweise in ihren Essays, Reiseberichten und Kindererzählungen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Frauen in der Ökonomie
Anka Gronert (Hg.):
Frauen in der Ökonomie
the author
Bette Polkinghorn

ist Professorin für Ökonomie an der California State University, Sacramento. Gemeinsam mit Dorothy Lampen Thomson ist sie für die erweiterte Neuauflage des Buches „Adam Smith’s Daughters“ (1998) verantwortlich.