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Donnerstag, 13. Dezember 2018
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"Jetzt spielen wir wie Männer!"

Männliche Sexualität und Homophobie im Schweizer Profifussball

33 Seiten · 5,97 EUR
(Januar 2015)

 
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Aus der Einleitung:

Das Coming-out des ehemaligen deutschen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger sorgte im Januar 2014 für große Aufmerksamkeit und rückte das Thema Homosexualität im Fussball erneut in den Fokus des Interesses. Nach Beendigung einer erfolgreichen Karriere, unter anderem bei Lazio Rom und West Ham United, machte Hitzlsperger seine sexuelle Orientierung in der deutschen Wochenzeitung Die Zeit öffentlich: „Ich äußere mich zu meiner Homosexualität. Ich möchte gern eine öffentliche Diskussion voranbringen – die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern“. Das Thema Homosexualität und Fußball erlangte bereits 1990 durch das Coming-out des englischen Profifussballers Justin Fashanu hohe Brisanz. Fashanu, der am 1. Mai 1998 Suizid beging, ist der erste und einer der wenigen öffentlich geouteten homosexuellen Profifussballer. In einem Nachruf konstatiert ein Homosexuellenaktivist Homophobie als Ursache des Selbstmordes (Wulzinger, 1999).

Das Ausmaß der medialen Berichterstattung und die Aufmerksamkeit um den Fall Hitzlsperger deuten auf eine unveränderte Situation im Profisport und die vernachlässigte Aufklärung in den letzten 24 Jahren hin. Welche Gründe können dafür verantwortlich gemacht werden? Und wie sieht die gegenwärtige Lage in der Schweiz aus? Diese und weitere Fragen sollen in dem vorliegenden Beitrag anhand der Untersuchung unterschiedlicher Akteursperspektiven beantwortet werden. Nach einer kurzen Begriffsklärung und einer theoretischen Einführung im nachfolgenden Kapitel soll das methodische Vorgehen erläutert werden. Im dritten Kapitel folgt eine empirische Analyse der Perspektiven zweier Schweizer Fußballvereine, zweier Interessensvertreter von Homosexuellen-Vereinigungen im Fußball sowie einer Medienvertreterin auf das Thema der "männlichen Homosexualität im Schweizer Profifussball". Die in den Aussagen ermittelten Diskrepanzen sollen in einem weiteren Schritt mithilfe der Theorie der hegemonialen Männlichkeit von Connell und des sozialen Habitus von Bourdieu näher untersucht werden. Abschliessend werden Handlungsfelder aufgezeigt und ein Ausblick auf den Fußball der Zukunft gegeben.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Die Autorinnen
Rahel Huber

Jg. 1987, studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und schloss mit dem Bachelor of Arts ab. Sie studiert zurzeit im Master Management, Organisation und Kultur (MOK) an der Universität St. Gallen

Hanna Märki

Jg. 1989, studierte Psychologie an der Universität Wien und schloss mit dem Bachelor of Science ab. Sie studiert derzeit im Master Management, Organisation und Kultur (MOK) an der Universität St. Gallen.