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John Stuart Mill und der Homo oeconomicus
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John Stuart Mill und der Homo oeconomicus

10 Seiten · 2,81 EUR
(11. März 2019)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Karen Horn (Zürich) betrachtet eine zentrale Denkfigur bei Mill in seinen „Essays on Political Economy“, nämlich den durch ökonomische Anreize gesteuerten „homo oeconomicus“, ohne diesen Ausdruck selbst explizit zu gebrauchen. Sie beleuchtet dabei exemplarisch Mills „ökonomischen Blick auf den Menschen“, der geprägt ist durch eine „fein austarierte Balance von Abstraktion und Allgemeinheit“ und durch die ständige „gegenseitige Kontrolle von theoretischer Herleitung und praktischer Beobachtung“, ein Blick, der sich auch der Beziehungen und Unterschiede zwischen ökonomischer Theorie und Politik sowie zwischen der Ökonomik und ihren Nachbarwissenschaften bewusst ist. Das bedeutet zudem ein elaboriertes Verständnis für die Notwendigkeit, aber auch die Grenzen von Abstraktionen in der wissenschaftlichen Analyse. Insgesamt sieht Karen Horn den „homo oeconomicus“ als „nützliche Heuristik“, die weit über eine bloße Reichtumssteuerung wirtschaftlichen Verhaltens hinausgeht und auch anderen Handlungsmotiven sowie der Analyse von Dilemmasituationen und Fragen der institutionellen Ausgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft zugänglich ist. Die von Adam Smith übernommene Grundfrage der Schaffung und Mehrung des Reichtums von Nationen, die auch Mills Definition der Politischen Ökonomie bestimmt, wird in dieser Weise ausdifferenziert und erweitert.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
John Stuart Mill heute
Hans G. Nutzinger, Hans Diefenbacher (Hg.):
John Stuart Mill heute
the author
Dr. Karen Horn

geb. 1966, Lehrbeauftragte für die Geschichte des ökonomischen Denkens an der Universität Erfurt und Chefredakteurin der ökonomischen Fachzeitschrift „Perspektiven der Wirtschaftspolitik“, Studium der Volkswirtschaftslehre in Saarbrücken und Bordeaux, Promotion an der Université de Lausanne.