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Wednesday, April 24, 2019
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Josef Steindl und die neue Stagnationsdiskussion ‚Kapitalismus ohne Arbeitslosigkeit?‘
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Josef Steindl und die neue Stagnationsdiskussion ‚Kapitalismus ohne Arbeitslosigkeit?‘

29 Seiten · 4,39 EUR
(Juli 2018)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

In seinem Beitrag über Josef Steindl konzentriert sich Alois Guger auf das Hauptwerk Steindls, nämlich sein Buch „Maturity and Stagnation in American Capitalism“, das 1952 erschien. Steindl wurde dazu angeregt durch Michal Kalecki, den er während seiner Emigration in Großbritanien (1938-1950) kennen und schätzen gelernt hatte. Große Aufmerksamkeit wurde dem Buch erst bei seiner 2. Auflage im Jahre 1976 (nach dem 1. Ölpreisschock und dem 1. Bericht des „Club of Rome“) zuteil.

Die heutige Stagnationsdebatte mit ihren drei Erklärungsansätzen von der Angebotsseite, der Nachfrageseite und mittels der Begriffe der Hysterese und der Sklerose stellt Guger in den Abschnitten 1.1 und 1.2 dar und kritisiert insbesondere das Vorgehen, die Entwicklung des Angebots als unabhängig von der Nachfrage anzusehen.

In Abschnitt 2 stellt Guger Steindls Stagnationstheorie dar, die auf Kaleckis Preis- und Investitionstheorie aufbaut und Alvin Hansens Stagnationsperspektive einbezieht. Steindl differenziert zwischen den Märkten mit vielen Anbietern, auf denen der Preiswettbewerb noch funktioniert, und den Oligopolmärkten. Auf letzteren können die Unternehmen aufgrund höherer Markteintrittsbarrieren größere Gewinnspannen durch setzen, weil die möglichen Kosten eines Preiswettbewerbs steigen und der Auslastungsgrad des Sachkapitals sinkt. Den höheren Gewinnen stehen jedoch keine gestiegenen Investitionen gegenüber. Steindl verknüpft diese Überlegungen mit Harrods instabilem Wachstumsgleichgewicht, erweitert um eine vom Auslastungsgrad abhängige Sparquote, die mit steigender Oligopolisierung zunimmt.

In Abschnitt 3 nennt Guger die Argumente Steindls dafür, dass die von ihm befürchtete Stagnation bis zur Mitte der 1970er Jahre ausblieb, und schildert Steindls Auseinandersetzung mit Kaleckis „Politischen Aspekten der Vollbeschäftigung“, wobei Steindl dennoch für eine langfristig orientierte Nachfragepolitik mit Stimulierung der Investitionen und Reduktion der Sparquoten sowie besserer Politikkoordination eintritt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Keynes, Geld und Finanzen
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Markus Marterbauer (Hg.):
Keynes, Geld und Finanzen
the author
Mag. rer. soc. oec. Alois Guger

Referent am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung, Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Arbeitsschwerpunkte: Lohn- und Einkommenspolitik, Sozialpolitik und Einkommensverteilung.

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