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Kann das Geld abgeschafft werden?
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Kann das Geld abgeschafft werden?

Reflexionen zur monetären Vergesellschaftung

25 Seiten · 4,74 EUR
(28. Dezember 2011)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Im vierten Beitrag in ersten Teil konzentriert sich Karl-Heinz Brodbeck auf die Frage: "Kann das Geld abgeschafft werden?" Brodbeck diskutiert die diesbezüglichen Ansichten von Marx sowie die historischen Erfahrungen mit dem Experiment Geld im Sozialismus abzuschaffen. Der Misserfolg dabei hat nach ihm direkt mit der Wiederkehr der Entfremdung und Verdinglichung im Sozialismus, wie sie Marx für den Kapitalismus beschrieb, zu tun: anstelle der kapitalistischen Geldherrschaft durch Märkte wurde im Sozialismus eine totalitäre Geldherrschaft über die Organisation der Produktion verwirklicht. Im Hintergrund steht nach Brodbeck das mangelnde Verständnis des Geldes als gesellschaftlicher Denkform. Sie wird auch von liberalen Autoren wie Ludwig von Mises nicht erfasst; dieser verortet Geld in der menschlichen Vernunft und betrachtet die Forderung nach seiner Abschaffung als einen Rückfall in die Barbarei. Aber auch Vorschläge, Märkte und Geldprozesse zu regulieren, um die Vorzüge des Geldes zu nutzen und seine Nachteile zu beschränken, greifen nach Brodbeck zu kurz. Geld ist für ihn eine spezifische Form menschlicher Vergesellschaftung. Der moderne Kapitalismus operiert nur auf der Ebene des Geldes; es gibt keine darunter liegende, die Geldprozesse "von unten" beschränkende Ebene der Realwirtschaft oder der realen Werte, wie Neoklassik und Marxismus gemeinsam behaupten. Erst wenn die Dimension der Geldökonomie unter diesem Aspekt wirklich erfasst wird, lässt sich nach Brodbeck die im Titel gestellte Frage präzise stellen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Gesellschaft! Welche Gesellschaft?
Walter Otto Ötsch, Katrin Hirte, Jürgen Nordmann (Hg.):
Gesellschaft! Welche Gesellschaft?
the author
Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck
Karl-Heinz Brodbeck

em. Professor für Volkswirtschaftslehre, Statistik und Kreativitätstechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Würzburg, und an der Hochschule für Politik, München, seit 2016 Lehrbeauftragter an der Cusanus-Universität Bernkastel-Kues. Forschungsgebiete: Wirtschaftsphilosophie, Geldtheorie, Wirtschaftsethik, Kreativitätsforschung, buddhistische Philosophie.

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