sprache deutsch
sprache english
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Samstag, 17. November 2018
 Startseite » Ökonomie  » Märkte, Institutionen & Konsum  » Märkte & Vermarktlichung 

Kapitalismus und Freiheit

"Jahrbuch Normative und institutionelle Grundfragen der Ökonomik"  · Band 17

ca. 300 Seiten ·  29,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-7316-1350-3 (Dezember 2018 )

 
lieferbar Dieses Buch ist noch nicht erschienen!

Sie können sich jedoch von uns per Email informieren lassen, sobald es lieferbar ist! Tragen Sie dazu einfach hier Ihre Emailadresse ein:

 

Die seit einigen Jahren schwelende "Krise des Liberalismus" ist in aller Munde. Dabei gerät vor allem das zuweilen dynamische, zuweilen spannungsreiche Verhältnis von Wirtschaftsliberalismus und anderen liberalen Grundwerten in den Blick. Von Karl Marx bis Milton Friedman haben ganz verschiedene Denker die gemeinsame Dynamik von Kapitalismus und Freiheit dargestellt. Gerade das Versprechen der "neoliberalen" Wende beschränkte sich nicht nur auf Wohlstand, sondern bezog sich auch auf Autonomie, Individualität und Wahlfreiheit.

Immer wieder jedoch treten Entwicklungen zu Tage, die Spannungen, Dialektik und Paradoxa dieser gemeinsamen Dynamik offenbaren. Die besorgniserregende Weise, mit der sich das Politische momentan in populistisch-ausgrenzenden Gegenbewegungen zurückmeldet, ist für Wirtschaftsliberale wie Rainer Hank primär ein Ausdruck satter Selbstzufriedenheit. Indes erzeugen Wettbewerb und Wachstums- und Globalisierungsdynamik Zwänge, die auch bei jenen Unbehagen auslösen, die weder satt noch selbstzufrieden sind. Schumpeter hat betont, dass negative Auswirkungen von Innovationsprozessen sich auf "Modernisierungsverlierer" konzentrieren. Und manches scheint den Bewohnern der Moderne schlicht über den Kopf zu wachsen, so die digitalen Technologien und die Globalisierung. Der Einzelne ist ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, kann aus ihnen nicht hinausoptieren - wobei manche digitalen Monopole wohl absichtlich so konstruiert sind, dass das Hinausoptieren erschwert wird.

Neben der illiberalen Demokratie sind heute auch Formen des Kapitalismus eine reale Möglichkeit, die mit Freiheit wenig zu tun haben. Die Aufsätze dieses Bandes analysieren einschlägige Grundprobleme aus verschiedenen Perspektiven. Spezifische Zugänge (Digitalisierung, Haftungsprinzip, Frauen und Arbeitsmarkt, Caring) werden durch empirische und theoretische Arbeiten zur Wechselbeziehung von Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft ergänzt.


Herausgeber
Einleitung

Richard Sturn
Der Kapitalismus und die Freiheiten

Gerhard Wegner
Die Interdependenz von ökonomischer und politischer Ordnung: Setzt eine liberale Wirtschaftsordnung Demokratie voraus?

Ulrich Steinvorth
Gleiche Freiheit im Kapitalismus? Marktökonomie und das Grundeinkommen

Christoph Butterwegge
Kommunismus im Kapitalismus? Die Freiheitsillusion des bedingungslosen Grundeinkommens und die Zukunft des Sozialstaates

Eduard Braun
Gibt es eine liberale Position zur Haftungsbeschränkung für Kapitalgesellschaften?

Margareta Kreimer
Free to choose, free to loose: Macht, Diskriminierung und die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern

Miriam Beblo, Denis Beninger, Eva Markowsky
Depressed entitlement and the reproduction of the gender pay gap in an experiment with couples

Ulla Peters, Irina Vellay
Caring Societies: Kapitalismus und Sorge

Svenja Flechtner
Entwicklung und Freiheit: Verhaltens-, sozio- und entwicklungsökonomische Perspektiven

Fritz Reheis
Zeit zur Freiheit: ein Vorschlag

Michael Roos
Autonomieverlust im Informationskapitalismus

Ulrich Klüh
Ökologie, Digitalisierung und der Fluch der Sachzwänge: Die Relevanz politischer Alternativen in großen Transformationen


Die Autoren
Prof. Dr. Richard Sturn
Richard Sturn

Leiter des Instituts für Finanzwissenschaft und Öffentliche Wirtschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Leiter des Graz Schumpeter Centre.

[weitere Titel]
Katharina Hirschbrunn
Katharina Hirschbrunn

Studienleiterin für den Bereich "Wirtschaft und Arbeitswelt, Nachhaltige Entwicklung" an der Evangelischen Akademie Tutzing, promoviert zum Thema Postwachstumsansätze und Ansätze Buddhistischer Ökonomik.

[weitere Titel]
Prof. Dr. Ulrich Klüh
Ulrich Klüh

geb. 1974, ist Professor für Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Darmstadt. Vorher war er Direktor der Sparkassenakademie der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, wo er zahlreiche Veranstaltungen zu volkswirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Themen verantwortete.

[weitere Titel]
das könnte Sie auch interessieren