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Tuesday, July 23, 2019
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Kapitalismus

Kritische Betrachtungen und Reformansätze

Publikation des Arbeitskreises Politische Ökonomie

pdf 272 Seiten ·  24,44 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-696-7 (Dezember 2008 )
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In den letzten Jahren, insbesondere im Zusammenhang mit der Globalisierungsdebatte, gibt es eine spürbare Renaissance der Kapitalismuskritik. Dieser Tagungsband leistet einen Beitrag zur Kapitalismusdebatte, wenngleich die Aufsätze nur punktuell und aus verschiedenen heterogenen Perspektiven Kritik und Reformaspekte beschreiben.

Mehrere Aufsätze beschäftigen sich mit der Frage, ob angesichts der teilweise katastrophalen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der real existierenden Sozialismusexperimente alternative Ordnungssysteme jenseits des neoliberalen Projekts überhaupt (noch) denkbar sind. Sind Kritiker des Kapitalismus also notwendigerweise unbelehrbare Utopisten oder gilt es, gerade auch den Neoliberalismus als Vision und Idee zu begreifen und einer kritischen Auseinandersetzung zu unterziehen? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Ordoliberalismus? Wird ökonomischer Fortschritt allein durch privatwirtschaftlich organisierte Eigentumsverhältnisse garantiert? Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Fragen zur Chancengleichheit, der Rolle des Verbrauchers, Migration und Arbeitslosigkeit.

  • Hubert Hieke
    Einleitung
  • Claus Thomasberger
    Gesellschaftliche Freiheit und Marktordnung: Karl Polanyi versus Friedrich v. Hayek
  • Walter O. Ötsch
    Bilder der Wirtschaft. Metaphern, Diskurse und Hayeks neoliberales Hegemonialprojekt
  • Fritz Reheis
    Die Rede vom Sachzwang. Über das Verschwinden und Wiedersichtbarmachen der Zeit
  • Helge Peukert
    Rudolf Bahro: Vom Kritiker des Sozialismus und Kapitalismus zum spirituellen Regenbogenökologen
  • Johannes Berger
    Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse. Erneute Begegnung mit einem alten Bekannten
  • Nils Goldschmidt und Bernhard Neumärker
    Kapitalismuskritik als Ideologiekritik. Der Freiburger Ansatz des "Ordo-Kapitalismus" als sozialwissenschaftliche Alternative zum Laissez-Faire-Approach
  • Jürgen Backhaus
    Mitbürger mit Migrationshintergrund sind unersetzlich für die Soziale Marktwirtschaft: Ein Blick in Werner Sombarts Modernen Kapitalismus
  • Staffan Hultén
    The New Manufactures - the exploitation of the customers
  • Gerd Grözinger
    Die Teilhabegesellschaft: ein Vorschlag zur Verwirklichung von Chancengerechtigkeit
  • Hubert Hieke
    Kann Workfare Vollbeschäftigung schaffen?
  • Uwe Blien
    Eine sozialökonomische Theorie der Arbeitslosigkeit
Zeitschrft für Politikwissenschaft, 10. Juni 2009, HR 5.45; NR 5.46, 2.3, 2.22

Die mit diesem Band dokumentierte Frühjahrstagung des Arbeitskreises Politische Ökonomie, die im Mai 2006 an der Universität Chemnitz abgehalten wurde, war der in den letzten Jahren erfolgten Wiederbelebung der Kapitalismuskritik gewidmet. Dabei ging es weniger um eine umfassende Analyse, betont der Herausgeber, sondern darum, "punktuell und aus sehr heterogenen Perspektiven einzelne Aspekte der Kapitalismuskritik und -reform [zu] beschreiben" (7). Dazu zählen ideologiekritische Auseinandersetzungen beispielsweise mit dem Argument vom ökonomischen Sachzwang (Fritz Reheis) oder dem von neoliberaler Seite gegen kapitalismuskritische Töne vorgebrachten Utopismusvorwurf (Claus Thomasberger). Außerdem setzen sich die Autoren kritisch mit verschiedenen Theorieschulen und -ansätzen sowie aktuellen Reformvorschlägen auseinander. So fragt Johannes Berger, ob für ökonomischen Fortschritt die Produktionsverhältnisse (gemäß der These des ökonomischen Neoinstitutionalismus) oder die Produktivkräfte (gemäß der Annahme des historischen Materialismus) maßgeblich sind. Auch werden die Aktualitätsbezüge von Werner Sombart zum Thema Migration (Jürgen Backhaus) und von Rudolf Bahro hinsichtlich der von ihm beschworenen Apokalypse (Helge Peukert) untersucht sowie der Ordoliberalismus gegenüber marktradikalen Ansätzen abgegrenzt (Goldschmidt/Neumärker). In drei weiteren Beiträgen geht es um Arbeitslosigkeit, Vollbeschäftigung und Sozialreform. Für Letztere greift Gerd Grözinger den in den USA entwickelten Vorschlag einer Stakeholder-Gesellschaft auf und skizziert ein Modell der Teilhabegesellschaft, mit dem das Prinzip der Sozialerbschaft in Deutschland umgesetzt werden könnte. Mit diesem breiten Themenspektrum bietet der Band vielfältige Anregungen für die theoretische wie politikpraktische Reformdebatte.


the editor
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Mit diesem breiten Themenspektrum bietet der Band vielfältige Anregungen für die theoretische wie politikpraktische Reformdebatte.
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