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Montag, 19. November 2018
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Keynes und die Agenda 2010
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Keynes und die Agenda 2010

26 Seiten · 4,30 EUR
(Oktober 2005)

 
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Aus der Einleitung des Beitrags:

Zwei Briten haben das Kultur- und Politikverständnis der Deutschen nachhaltiger geprägt als das ihrer eigenen Landsleute: William Shakespeare und John Maynard Keynes. Doch während der elisabethanische Dichter als eingedeutschter Frühromantiker in Schulen und auf der Bühne präsent ist, droht dem prägendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts der Sturz vom Sockel. Selbst durch ihn zu ökonomischer und politischer Einsicht gelangte Politiker wenden sich ab wie von einem falschen Propheten. Das gilt auch für Uwe Jens, der erst kürzlich (anlässlich der Ehrung Wilhelm Nöllings durch eine Festschrift wie diese) erklärte, für ihn sei Keynes überlebt und passé. Eine Jugendsünde, nicht mehr!

Das ist ebenso erstaunlich wie erklärungsbedürftig. Ist doch Keynes der posthume Autor des Godesberger Programms der SPD von 1959, freilich in der speziell auf die deutschen Verhältnisse zugeschnittenen Fassung Karl Schillers, der, nachdem er den jungen Uwe Jens (wie so viele anderen prominenten Sozialdemokraten dieser Generation) in die politische Praxis eingeführt hatte, erstaunt wäre, sein fein geschliffenes Politik-Instrumentarium als eine nicht mehr zeitgemäße Dr. Eisenbart-Medizin unwirksamer Kreditspritzen gewürdigt zu sehen (in Hankel et al. 2003, FS für Wilhelm Nölling).


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Wirtschaftspolitik in offenen Demokratien
Lothar F. Neumann, Hajo Romahn (Hg.):
Wirtschaftspolitik in offenen Demokratien
Der Autor
Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Professor für Währungs- und Entwicklungspolitik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt.