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Klimawandel - Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Region
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Klimawandel - Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Region

29 Seiten · 3,99 EUR
(Juli 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Klimawandel beinhaltet die Entwicklung bzw. Veränderung der Regulierungsmechanismen und Wirkungen des Klimas auf Mensch und Natur vor allem infolge der anthropogenen Einflussnahmen, insbesondere der massenhaften Emission klimarelevanter Gase (Kohlendioxid [CO2], Methan [CH4], Lachgas [N2O], Schwefelhexaflourid [SF6], teilhalogenierte und perfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe [HFC und PFC]) aus Energieerzeugungsprozessen und industrieller Produktion. Die gegenwärtige Dynamik des Klimageschehens (repräsentiert durch die über 30 Jahre gemittelten Wetterereignisse) hat nur zu geringen Teilen natürliche Ursachen. Die Intensität und Schnelligkeit sowie die Richtungsimpulse des seit den letzten Dekaden zu verzeichnenden Klimawandels sind wesentlich (über 90%) auf menschliche Einflüsse zurückzuführen.

Da der Klimawandel erhebliche Auswirkungen auf die Effektivität und Effizienz des Wirtschaftens sowie auf die menschliche Gesundheit und Existenz hat, wurde im Jahre 1988 der Weltklimarat (IPCC ? Intergovernmental Panel on Climate Change) zur Erforschung der weitgehend menschenverursachten Klimaereignisse und -entwicklungen ins Leben gerufen. Diesem Weltklimarat gehören die weltweit führenden Wissenschaftler der klimarelevanten Forschungseinrichtungen an, die den wissenschaftlichen Kenntnisstand aus allen klimabezogenen Forschungsgebieten (Wetterdynamik, Schmelze von Gletschern und Eismassen, Analyse von Eisbohrkernen, Atmo-, Pedo- und Hydrosphäre, technologische Entwicklungen, ökologische sowie sozio-ökonomische Auswirkungen des Klimawandels, Anpassungs- und THG-Minderungsmaßnahmen etc.) zusammengetragen, gebündelt, aufbereitet, abgeglichen und in Sachstandsberichten veröffentlicht haben. Die Assessment Reports basierten jeweils auf Ist-Daten, enthielten aber auch Modellrechnungen in Szenarien (sog. Projektionen) zu zukünftigen Entwicklungen. Die hohe Validität der jeweiligen Modelle (gekoppelte Atmosphären-Ozean-Modelle) konnte durch deren relative Treffsicherheit in Bezug auf zuvor vorhergesagte und bereits eingetretene Entwicklungen bzw. Ereignisse und Fakten belegt werden. Gewisse Abweichungen der Modelle zur Realität traten gelegentlich auf, jedoch handelte es sich durchgehend um Unterschätzungen der tatsächlichen Klimaveränderungen. Der Klimawandel kann als das wohl wissenschaftlich am intensivsten erforschte Phänomen überhaupt angesehen werden. Die zentralen Befunde sind gleichermaßen empirisch wie theoretisch in dem Maße abgesichert, wie die Tatsache, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Die Einmütigkeit der wesentlichen Befunde wird dadurch untermauert, dass in den führenden wissenschaftlichen Zeitschriften (mit doppeltblindem Reviewverfahren) von 928 untersuchten Artikeln alle die Existenz und Menschenverursachung des Klimawandels anerkennen.

Die folgenden Ausführungen zu den Befunden und den Folgen des Klimawandels sind im Wesentlichen aus dem 4. Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC 2007) entnommen bzw. abgeleitet. Trotz der wissenschaftlich eindeutigen und einhelligen Aussagen wird der Klimawandel (von Nicht-Klimawissenschaftlern) verbreitet geleugnet ? die Befunde und Gründe für dieses Bestreiten der bereits eingetretenen und absehbaren Klimaveränderungen und ihrer Folgen werden weiter unten behandelt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
Harald Hagemann, Michael von Hauff (Hg.):
Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie
the author
Prof. em. Dr. habil. Hans-Ulrich Zabel
Hans-Ulrich Zabel

geb. 1950, ist emeritierter Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; seit 1992 Mitglied der Kommission „Umweltökonomische Gesamtrechnung“ des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Schwerpunkte: Nachhaltigkeitsmanagement, Verhaltensmodellierung für Nachhaltigkeit.

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