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Montag, 25. Juni 2018
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Kommunikation, Kooperation und Regeln in der ökonomischen Praxis
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Kommunikation, Kooperation und Regeln in der ökonomischen Praxis

18 Seiten · 3,11 EUR
(Juni 2014)

 
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Aus der Einleitung:

Kein Unternehmen kann ökonomisch erfolgreich sein ohne verlässliche interne Kommunikationsprozesse. Keine Volkswirtschaft als Ganze kann ökonomisch erfolgreich sein, ohne eine verlässliche und effektive Informationskultur. Das scheinen banale Feststellungen zu sein, die nicht weiterer Rede wert sind. Das ist jedoch ein Irrtum. Es lohnt sich sehr wohl, die Rolle von Kommunikation in der ökonomischen Praxis genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier zeigt sich geradezu exemplarisch das Spannungsverhältnis zwischen ökonomischer Optimierung auf der einen Seite und den notwendigen ethischen Bedingungen dieser Praxis auf der anderen Seite. Eine entfesselte ökonomische Rationalität, die alle anderen Rationalitäten unterjocht oder marginalisiert, zerstört sich am Ende selbst. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Kein ökonomischer Erfolg ohne verlässliche Kommunikation. Keine gelungene Kommunikation ohne die allgemeine Befolgung der für die Kommunikation unverzichtbaren Regeln der Wahrhaftigkeit und des Vertrauens. Kommunikation hat ihren Wert nicht nur darin, dass sie Überzeugungen zum Ausdruck bringt, sondern dient vor allem auch zur Orientierung in der Welt. Kommunikation hat, anders formuliert, einen Realitätsbezug. Wenn alle unsere Äußerungen wahrhaftig wären, aber keine zutrifft, und wir alle Vertrauen in die Wahrhaftigkeit unserer Kommunikationspartner hätten, dann würden wir uns wechselseitig verlässlich über unsere Meinungen in Kenntnis setzen können. Diese Meinungen hätten aber darüber hinaus keinen Wert, da sie – weil irrtümlich – keinen Realitätsbezug haben.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger P. Priddat (Hg.):
Was ist?
Der Autor
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
Julian Nida-Rümelin

(*1954) übernahm nach einer Gastprofessur in den USA einen Lehrstuhl für Ethik in den Bio-Wissenschaften an der Universität Tübingen, dann für Philosophie an der Universität Göttingen. Anschließend folgte er einem Ruf an das Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Universität München. 2009 wechselte er in die philosophische Fakultät auf einen Lehrstuhl für Philosophie. JNR ist u.a. ord. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. – 1998-2002 Kulturpolitik, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München und dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröders.