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Monday, March 25, 2019
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Konturen der Entgrenzung

Die Ökonomie des Neuen im Denken von Thomas Hobbes, Francis Bacon und Joseph Alois Schumpeter

"Ökonomische Essays"  · Band 7

136 Seiten ·  14,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-078-5 (April 1996 )

 
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Die Neuzeit hat die Produktion des Neuen und den systematischen Abbau von Begrenzungen seit ungefähr vierhundert Jahren zum Prinzip erhoben. Der Entgrenzung im Denken folgt die Universalisierung und Expansion des ökonomischen Systems. Diese Entgrenzung im ökonomischen Denken ist das Thema des Essays von Caroline Gerschlager. Anhand dreier Skizzen werden beispielhaft die Fundamente moderner Ökonomik herausgearbeitet: Mangel und Knappheit (Hobbes), Wissen und Erkenntnis (Bacon), Innovation und das Neue (Schumpeter). Sie verdeutlichen die Begrenztheit modernen Denkens und verweisen auf die Aktualität und Bedeutung der Probleme, die mit diesem Denken verbunden sind.

Im Essay zu Hobbes beispielsweise wird deutlich, daß am Ausgangspunkt der modernen Ökonomik die Entwicklung einer spezifischen Rationalität steht, die vom Mangel beherrscht und auf das Maßlose gerichtet ist - eine Perspektive, deren Aussichtslosigkeit schon von Hobbes eindringlich beschrieben wird: Unbegrenzte Bedürfnisse können nicht befriedigt werden, sondern erzeugen den Mangel auf einer höheren Stufe wieder neu. Früheren Epochen war dies alles andere als selbstverständlich. Die Griechen hatten keine Vorstellungen von unbegrenzten Bedürfnissen. Aus ihrer Sicht stellen unbegrenzte Bedürfnisse eine Gefahr für eine ausgeglichene Persönlichkeit und ein stabiles Gemeinwesen dar. Grenzenlose Begierde ist besorgniserregend und bedeutet Vermessenheit. Bei Hobbes wird dagegen erstmals das abstrakte Prinzip der Knappheit, zum Grundpfeiler seines politischen Denken und - später - zum konstituierenden Prinzip der Ökonomik.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.1.1997 ()

"Was neu scheint, ist in Wahrheit schon ziemlich alt. Das weist Caroline Gerschlager in ihrem Buch 'Kontoren der Entgrenzung' einleuchtend nach. Die essayhafte und dadurch sehr lesbare Form macht den Reiz der Darstellung von Geschichte und Vorgeschichte jenes nur scheinbar neuen Begriffs der "Entgrenzung" aus. ... Vollends als dynamisches Prinzip kommt das Neue bei Schumpeter zum Ausdruck. Das Neue, das im Moment des Erscheinen schon alt ist und nach bisher unbekannten Möglichkeiten und Kombinationen sucht, steht im Mittelpunkt seines Denkens. Den Kreislauf eingefahrener Prozeduren zu beenden, sind dynamische und energische Unternehmer besonders auf gerufen - ein Gedanke von hoher Aktualität. Die es angeht, sollten sich die Notwendigkeit dieser Aufgabe vor Augen halten. Caroline Gerschlager weist ihnen den Weg: im Rückgriff auf vermeintliche 'verstaubte Geistesgrößen' mit prophetischem Charakter."


the author
Dr. Caroline Gerschlager
Caroline Gerschlager Universitätslehrerin für Prozessorientierte Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Soziale Technik, 3/1996, S. 24
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft 3/1997, S. 1210
  • "Die essayhafte und dadurch sehr lesbare Form macht den Reiz der Darstellung von Geschichte und Vorgeschichte jenes nur scheinbar neuen Begriffs der 'Entgrenzung' aus." ...
    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.1.1997 mehr...
  • Wirtschaft und Gesellschaft, 3/1997
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