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Sunday, August 18, 2019
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Kooperative Beschäftigungspolitik - Wegbereiter des dänischen ?Arbeitsmarktwunders??
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Kooperative Beschäftigungspolitik - Wegbereiter des dänischen ?Arbeitsmarktwunders??

34 Seiten · 4,92 EUR
(Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

In dieser Dekade schien in Europa vor dem Hintergrund struktureller Arbeitslosigkeit lediglich die politische Wahl zwischen einem libertären Systems mit hohen sozialen Risiken, aber dafür wenigen Arbeitslosen, und einem Wohlfahrtsstaat zu bestehen, der weite Teile der Bevölkerung zwar absichert, aber aus dem Erwerbsleben ausgrenzt. Zuletzt mehrten sich jedoch die Hinweise, daß in Dänemark die Quadratur des arbeitsmarktpolitischen Kreises erreicht worden sei. Seit fünf Jahren geht in diesem Land kontinuierlich die Zahl der Arbeitslosen zurück, die Zahl der Beschäftigten steigt, und Langzeitarbeitslosigkeit gilt als Ausnahme.

Dabei zählt Dänemark zu den europäischen Ländern mit der höchsten Sozialleistungsquote. Als Erfolgsgeheimnis wird häufig auf die korporatistische Tradition in diesem Land hingewiesen, die die gemeinsame Suche von Politik, Arbeitnehmer- und Unternehmerorganisationen nach gesellschaftlichen Problemlösungen erleichtert.

Tatsächlich kann die Überwindung struktureller Arbeitslosigkeit als eine politische Aufgabe angesehen werden, die mehr als andere die Kooperation zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen erfordert. Strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht durch qualitative Verschiebungen der Nachfrage nach Arbeitskräften, die eine Entwertung einstmals wesentlicher Kompetenzen der Beschäftigten zur Folge hat. Die nunmehr geforderten Kompetenzen, vor allem im Bereich persönlicher und sozialer Fähigkeiten und insbesondere an Dienstleistungen orientiert, können von langjährigen Beschäftigten nur unzureichend entwickelt werden. Um diese Kompetenzlücke zu schließen und den Weg zu einzelbetrieblich paßgenauen Entwicklungsprozessen zu ebnen, werden konzertierte Beiträge von Unternehmen, Arbeitnehmern, Anbietern von Qualifizierungs- und Beratungsleistungen sowie dem politischen Umfeld benötigt. Was liegt also näher als alle Beteiligten an einem runden Tisch zu versammeln und gemeinsame Maßnahmen beschließen zu lassen? Sollten ordnungspolitische Bedenken gegen eine Verlagerung staatlicher Entscheidungsrechte in Richtung gesellschaftlich relevanter Verbände daher zugunsten der Überwindung struktureller Beschäftigungskrisen verdrängt werden?

Der folgende Beitrag versucht anhand der konkreten Erfahrungen in Dänemark der übergeordneten Leitfrage nachzugehen, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen kooperative Arbeitsmarktpolitik tatsächlich Impulse zur Überwindung struktureller Arbeitslosigkeit auslösen kann. Die Untersuchung gliedert diese Leitfrage in drei konkretere Forschungsfragen:

− Ist in Dänemark tatsächlich die strukturelle Arbeitslosigkeit überwunden worden?

− Welchen Beitrag hat kooperative Arbeitsmarktpolitik hierzu wie geleistet?

− Welche generellen Schlußfolgerungen resultieren hieraus für die ökonomische Einschätzung kooperativer Arbeitsmarktpolitik? Wie ist das Verhältnis zwischen Korporatismus und Wettbewerb hinsichtlich ihrer Beiträge zur Überwindung struktureller Arbeitslosigkeit zu charakterisieren?

Am Beginn steht ein Überblick über ökonomische Kriterien zur Überprüfung des Beitrags kooperativer Beschäftigungspolitik zur Bewältigung struktureller Arbeitsmarktpolitik.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Der freundliche Staat
Siegfried Frick, Reinhard Penz, Jens Weiß (Hg.):
Der freundliche Staat
the authors
Rüdiger Wink

Ruhr Universität Bochum

Dr. Dorothee Becker Soest

Wirtschaftswissenschaften, Ruhr Universität Bochum

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