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Korruption als Politikverfahren
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Korruption als Politikverfahren

24 Seiten · 3,91 EUR
(17. Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

In einem 1992 erschienenen Beitrag haben Ulrich von Alemann und Ralf Kleinfeld die These aufgestellt, der Begriff der politischen Korruption sei antiquiert. Er setze eine Unterscheidung zwischen staatlich- politischer und gesellschaftlich-privater Sphäre voraus, die „der Realität des politischen Prozesses in Ländern“ nicht mehr angemessen sei, „die von ihrem politischen System als repräsentative Demokratie, vom System der Interessenvermittlung und der politischen Kultur als pluralistisch (oder korporatistisch) und von der Wirtschaftsverfassung als kapitalistisch gekennzeichnet werden.“ Ich möchte diese Auffassung von der Unanwendbarkeit des Begriffs politischer Korruption auf die genannten politischen Systeme als das von-Alemann- Kleinfeld-Theorem bezeichnen.

Die folgenden Ausführungen untersuchen das von-Alemann- Kleinfeld-Theorem aus liberaler Sicht. Sie widersprechen der Behauptung von der Unanwendbarkeit des Korruptions-Begriffs auf korporatistische Systeme und setzen ihr die These entgegen, daß korporatistische Formen der Interessenvermittlung immer dann illegitim sind, wenn sie nicht mehr von einem Vorteilstausch zu Lasten Dritter abgegrenzt werden können. Eben dieser Tausch von Vorteilen zwischen privaten und öffentlichen Akteuren auf Kosten Dritter ist aber kennzeichnend für Korruption.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Der freundliche Staat
Siegfried Frick, Reinhard Penz, Jens Weiß (Hg.):
Der freundliche Staat
the author
Prof. Dr. Michael Schefczyk
Michael Schefczyk

Professor für Philosophie, insbesondere Praktische Philosophie, Universität Lüneburg

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