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Krisen – Chancen und Gefahr für eine nachhaltige Entwicklung
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Krisen – Chancen und Gefahr für eine nachhaltige Entwicklung

18 Seiten · 3,62 EUR
(Juni 2016)

 
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Aus der Einleitung:

Die Währungs-, Finanz-, Staatsschulden- und Bankenkrisen haben die noch in 2007 dominierenden Themen des Klimawandels – oder allgemeiner – der ökologischen Krise von der Top-Position in der Agenda der Aufmerksamkeit verdrängt. Spätestens seit am 15. September 2008 die Lehmann-Bank zusammenbrach, schrillten die Alarmglocken eines drohenden Kollapses der Finanzmärkte. Ohne lange über die Folgen für die Staatshaushalte, über die künftige Leistungsfähigkeit des Gemeinwesens und die Gefährdung der Währung, insbesondere auch der Europäischen Währungsunion nachzudenken, wurden öffentliche Finanzhilfen und Bürgschaften zur Rettung der "systemisch" wichtigen Banken generiert. Aber auch Staaten wie Griechenland, Portugal, Zypern, Irland und Spanien müssen seitdem mit nationalen, europäischen und internationalen Rettungspaketen vor der Zahlungsunfähigkeit und damit dem Bankrott bewahrt werden. Über den Zusammenbruch des internationalen oder zumindest des europäischen Währungssystems wird heutzutage offen diskutiert und wohl auch spekuliert. Angesichts der dramatischen Jugendarbeitslosigkeit in Europa und den weiterhin virulenten Finanzierungsproblemen in den öffentlichen Haushalten gewichtiger europäischer Volkswirtschaften, lässt sich am Ende des Jahres 2013 konstatieren, dass sich das Krisenszenario gegenüber 2008 zwar verlagert hat aber keineswegs weniger bedrohlich ist.

Gleichwohl ist zu beobachten, dass sich Politik, Öffentlichkeit und Medien an diese Situation gewöhnt haben. Ein unmittelbarer Handlungsdruck scheint nicht mehr zu existieren. Aber handelt es sich trotz abnehmender Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nicht doch weiterhin um eine Krise? Wovon hängt die Wahrnehmung einer Krise ab? Wie unterscheiden sich Krisenverläufe und welche Reaktionen lösen sie aus? Und weshalb spricht man neuerdings von einer multiplen Krise bzw. einer Megakrise? Mit diesen Fragen befasst sich der nachfolgende Beitrag.

Im nachfolgenden zweiten Teil wird der Begriff der Krise charakterisiert und die Perspektive, auf die sich der Beitrag bezieht, spezifiziert. Im dritten Teil wird nach den Gründen dafür gefragt, dass die Politik, die Wirtschaft aber auch die Wissenschaft und die Öffentlichkeit auf Krisen so unterschiedlich reagieren. Es geht dabei um die Frage, weshalb im einen Fall auf eine relativ "objektiv" wahrnehmbare krisenhafte Entwicklung keine Reaktion erfolgt, wohingegen bei anderen krisenhaften Ereignissen überreagiert wird. Dabei wird untersucht, ob angesichts der Asymmetrien in der Wahrnehmung und Handlungsbereitschaft die Lösbarkeit der verschiedenen Krisen tatsächlich konkurrierend bzw. unabhängig voneinander möglich ist oder ob es sich nicht vielmehr um eine multiple Krisensituation handelt, die einer Lösung bedarf. Den Ausgangspunkt des vierten Teils bildet die These, dass die multiple Krisensituation tatsächlich Ausdruck einer Systemkrise ist und dass dies eine Entscheidung über das Gesamtsystem einfordert. Liegt also in dieser Krise des Gesamtsystems die Chance für eine Transformation des Gesamtsystems hin auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Systeme in der Krise im Fokus von Resilienz und Nachhaltigkeit
Axel Schaffer, Eva Lang, Susanne Hartard (Hg.):
Systeme in der Krise im Fokus von Resilienz und Nachhaltigkeit
the author
Eva Lang
Eva Lang

geb. 1947, Professorin i.R. für Wirtschaftspolitik an der Universität der Bundeswehr München. Arbeitsschwerpunkte: Ökologische Ökonomie, eine nachhaltige Sozial- und Finanzpolitik des Staates, der demografische Wandel sowie das Vorsorgende Wirtschaften. Bürgerschaftliches Engagement im Vorstand der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), im Kuratorium der Bürgerstiftung zukunftsfähiges München.

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