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Monday, June 17, 2019
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Kritik der reinen Theorie des internationalen Handels

Band 1: Transaktionstheoretische Grundlagen

"Institutionelle und Evolutorische Ökonomik"  · Band 14

736 Seiten ·  39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-338-6 (Mai 2001 )

Fadenheftung, 20 Seiten Register

 
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Die konventionelle Theorie des internationalen Handels hat spätestens seit Ricardo die Erklärung seiner eigentlichen Transaktionen ausgeblendet. Der Handel als wirtschaftliche Aktivität wird einfach vorausgesetzt! Damit kann die gesamte einschlägige Theorietradition als Theorie der internationalen Produktion bzw. als Standorttheorie entlarvt werden: Dieser internationale Handel selbst ist aber nur als Nebenbedingung ihr Gegenstand. Der erste Band der »Kritik der reinen Theorie des internationalen Handels« zeigt, wie diese Fehlorientierung sich im Unvermögen der konventionellen Theorie niederschlägt, die empirischen Phänomene zu erklären, die mit der Gerichtetheit des Außenhandels im Raum zusammenhängen. Es wird versucht, die Ursachen dieses Phänomens wissenschaftstheoretisch zu identifizieren.

Im Buch wird eine Alternative vorgeschlagen, die Grundlage einer evolutionstheoretischen Sicht des Außenhandels ist: Die transaktionstheoretische Analyse. Sie unterscheidet sich von der »Neuen Institutionenökonomik« durch die radikal-subjektivistische Aufhebung des Konzeptes der Transaktionskosten. Grundlegend wird das Konzept der Netzwerke als exogene Determinante der Befähigung von Wirtschaftssubjekten, Transaktionen durchzuführen. Spiegelbildlich hierzu steht das Konzept der »Handelswiderstände« als räumliches Strukturierungsprinzip. Durch Überwindung von Handelswiderständen werden Güter handelbar. Die genauere Betrachtung dieses Prozesses der Ermöglichung von Handel gibt Anlass, das produktionstheoretische Konzept des »Faktors« durch einen transaktionstheoretischen zu ersetzen, der das »market making« durch unternehmerisches Handeln zum Gegenstand hat. Es sind vor allem soziale und organisatorische Kompetenzen, die internationale Wettbewerbsvorteile erzeugen. Das Buch entwickelt diese fundamentalen Kategorien der Transaktionstheorie des Außenhandels und zeigt ihren Nutzen anhand von Beispielen auf.

Aussenwirtschaft, II/2002, S. 251-254 ()

"Herrmann-Pillath weist nun darauf hin, dass die zumindest bis zu David Ricardo zurückzuverfolgende Pionierfrage der neoklassischen Aussenhandelstheorie kurioserweise eigentlich überhaupt nichts mit Ausenhandel zu tun habe. Es gehe ihr vielmehr darum, die Anpassung von Produktionsstrukturen zu untersuchen unter der Annahme, dass die Richtung der Handelsströme von komparativen Vorteilen bestimmt ist und dass Handel kostenlos erfolgen kann. Die Parallelen zur Allgemeinen Gleichgewichtstheorie sind offensichtlich: Man untersucht das Gleichgewicht einer Modellökonomie, deren Transaktionen man eher voraussetzt, als sie überzeugend zu erklären. Denn, und auch dies wird von Herrmann-Pillath ausführlich diskutiert, die Annahmen, unter denen man erwarten kann, dass Handelsströme sicher in einer an komparativen Vorteilen orientierten Richtung fliessen, sind mehr als problematisch: sie sind empirisch falsch und ebenso sind, nun wenig überraschend, die empirisch beobachtbaren Richtungen von Handelsströmen nicht (vollständig) mit komparativen Vorteilen erklärbar. Wenn man dies aber zur Kenntnis nimmt, dann wird der neoklassische Ansatz mit einer Frage konfrontiert, auf die er nicht recht vorbereitet ist: Wie erklärt man die empirisch vorgefundenen Richtungen von Handelsströmen?" ...

Im vorliegenden Band wird nun dieser Pfad der neoklassischen Aussenhandelstheorie konsequent verlassen: Es geht um die Entwicklung einer positiven Aussenhandelstheorie als einer Theorie der Aussenhandelstransaktionen in einer Welt, in der Transaktionskosten eine hervorragende Rolle spielen." ...

Der besprochene Band ist eine Kritik der neoklassischen Theorie des internationalen Handels im ursprünglichen Sinne des Wortes; es geht ihm darum, das Erkenntnisinteresse und potenzial der neoklassischen Aussenhandelstheorie auszuloten und einen konstruktiven Vorschlag anzubieten, wie ein theoretischer Ansatz aussehen kann, der sich für Fragen jenseits der Grenzen der neoklassischen Annahmen interessiert, d.h. ein Ansatz, der eine Theorie der Aussenhandelstransaktionen sein will. Im hier vorliegenden ersten Band hat Herrmann-Pillath einen Werkzeugkasten aus grundlegenden Begriffen und theoretischen Konzepten zusammengestellt, der sich in den immer wieder eingestreuten, kleinen Fallstudien als äusserst nützlich erweist und der die für den zweiten Band geplanten Erweiterungen und Anwendungen mit Spannung erwarten lässt.

Alleine die Originalität des Ansatzes genügt aber schon, die mit der Lektüre verbundene Mühe jedem an Aussenhandelstheorie interessierten Leser als lohnende Investition zu empfehlen."


the author
Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath
Carsten Herrmann-Pillath ist Permanent Fellow und Professor am Max Weber Kolleg, Max Weber Centre for Advanced Cultural and Social Studies, Erfurt University. Seine interdisziplinäre Forschung reicht von Methodenfragen der Wirtschaftswissenschaften über Institutionentheorie zu internationaler Wirtschaft und China-Forschung, wobei er sich stets um eine philosophische Synthese bemüht. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Alleine die Originalität des Ansatzes genügt schon, die mit der Lektüre verbundene Mühe jedem an Aussenhandelstheorie interessierten Leser als lohnende Investition zu empfehlen." ...
    Aussenwirtschaft, II/2002, S. 251-254 mehr...
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2002
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