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Wednesday, June 20, 2018
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Kritische Anmerkungen zu einigen lohnpolitischen Konzepten
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Kritische Anmerkungen zu einigen lohnpolitischen Konzepten

26 pages · 3.89 EUR
(July 2008)

 
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Aus der Einleitung:

Seit längerer Zeit wird von den Gewerkschaften und einigen politischen Parteien die Forderung diskutiert, Mindestlöhne, Kombilöhne oder auch Lohnsubventionen generell einzuführen. So fordern vor allem die Gewerkschaften und einige SPD-Politiker die Einführung von Mindestlöhnen in der gesamten Wirtschaft, während von CDU-Seite eher die Gewährung von Kombilöhnen bevorzugt wird.

Diese Forderungen sind nicht neu, so wurden schon lange Zeit Mindestlöhne diskutiert und in anderen Ländern bereits praktiziert. Auch in Deutschland haben wir mit dem sogenannten Entsendegesetz im Bausektor (Gesetz über zwingende Arbeitsbedingungen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen) bereits seit 1996 einen gesetzlich geregelten Mindestlohn. Der Vorschlag eines Kombilohnes ist zwar relativ neuen Datums, wird jedoch auch bereits seit einigen Jahren vorgeschlagen. In diesem Artikel wollen wir diese lohnpolitischen Konzepte kritisch diskutieren. Wir wollen erstens überprüfen, ob die Arbeitnehmergruppe, zu deren Gunsten diese Lohnbestandteile eingeführt werden, durch diese Regelung tatsächlich – wie beabsichtigt – durch Einkommenssteigerungen begünstigt wird. Zweitens soll der Frage nachgegangen werden, wie sich diese beabsichtigten Lohnerhöhungen auf die Beschäftigungslage der begünstigten Gruppe auswirken. Schließlich gilt es zu diskutieren, auf welchen anderen Wegen die mit diesen Gesetzesvorhaben beabsichtigten Ziele der Begünstigung der Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor erreicht werden könnten, ohne dass die bei den erwähnten Lohnkonzepten zu befürchtenden Nebenwirkungen zu erwarten sind. Zur Diskussion stehen auf der einen Seite die Vorschläge nach Einführung einer negativen Einkommenssteuer, auf der anderen Seite die Versuche, durch bildungspolitische Maßnahmen die Einkommenslage im Niedriglohnsektor zu verbessern.