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Sunday, September 22, 2019
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Landwirtschaft im Mainstream?
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Landwirtschaft im Mainstream?

Neoliberale Agrarökonomie und ihre Folgen

27 Seiten · 4,02 EUR
(September 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Im nachstehenden Text wird die These vertreten, dass das Primat eines neoliberalen Denkens in der Agrarökonomie weitgehende Konsequenzen für Wissenschaft und Praxis hat:

− Ausgehend von der Vorstellung sich selbst regulierender Märkte wurde und wird im Agrarbereich mit der Begründung, „Regelung im Namen der Nichtregelung“ zu betreiben, ein permanenter Druck erzeugt (der immer wieder proklamierte Zwang des „Wachsens oder Weichens“). Die von den Ökonomen vertretenen Regulierungsmaßnahmen“ entsprechen dabei aber nicht einer umfassenden Effizienz, wie die ökologischen Probleme und Nahrungsmittelskandale zunehmend zeigen, sondern einer verengten Economic of Scale.

− Eine neoliberale Ökonomik, welche sich legitimiert sieht, „Regelung im Namen der Nichtregulierung“ zu betreiben, differenziert letztendlich nicht mehr in Wissenschaft und Politik, sondern übernimmt die Politik und deren Aufgaben. Im agrarischen Wissenschaftsbereich ist dies mittlerweile massiv sichtbar, denn die Agrarpolitik wurde okkupiert bzw. noch deutlicher: wissenschaftliche Agrarökonomie ist in Deutschland wissenschaftliche Agrarpolitik.

− Aufgrund der Dominanz neoliberaler Anschauungen in der Agrarökonomie ist zudem weiter zu befürchten, dass sich diese als spezielle ökonomische Disziplin zukünftig auch ihrer eigenen Legitimationsgrundlage beraubt. Denn wozu sollte es überhaupt eine spezielle Agrarökonomie geben, wenn sie darauf hinarbeitet, dass Agrarmärkte wie alle anderen Märkte funktionieren (sollen)?


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Ökolandbau – mehr als eine Verfahrenslehre ?
Katrin Hirte, Katharina David, Julia Carolin Hesshaus, Charlotte Hohls, Janina Schütte (Hg.):
Ökolandbau – mehr als eine Verfahrenslehre ?
the author
PD Dr. Katrin Hirte
Katrin Hirte

geb. 1964, ist Mitarbeiterin am Institute of comprehensive analysis of economy (ICAE) an der Universität Linz. Schwerpunkte: Wissenschaftsentwicklung, ökonomische Dogmenhistorie, Performativity, Diskurs- und Netzwerkforschung.

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