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Mittwoch, 21. November 2018
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Lebenslage, Capability Set, Teilhabe – Spielraum bei neuen Konzeptionen von Ungleichheit
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Lebenslage, Capability Set, Teilhabe – Spielraum bei neuen Konzeptionen von Ungleichheit

15 Seiten · 2,67 EUR
(November 2015)

 
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Aus der Einleitung:

Gerhard Weisser hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Lebenslage- Ansatz in Deutschland bekannt wurde und zur Messung von Armut und Ungleichheit bis heute genutzt wird. Es ist sein Verdienst, die von Kurt Grelling skizzierte Vorstellung, dass die Lebenslage eine Art Auswahlmenge ist, mit dem Ausdruck „Spielraum“ in ein kraftvolles Bild umgewandelt zu haben. Dieses Bild vom „Spielraum“ steht im Mittelpunkt dieses Aufsatzes. Das Bild vom „Spielraum“ deutet an, dass es wichtig ist, „spielen“ zu können – also eine Wahl zu haben und selbst bestimmen zu können, wie man das eigene Leben ausgestalten möchte. Die Lebenslage wird durch das Bild vom Spielraum um einen wichtigen Aspekt bereichert, nämlich den der Selbstbestimmung (oder Autonomie). Denselben Gedanken hat – viel später als Grelling und Weisser – Amartya Sen in den Mittelpunkt seines Capability-Ansatzes gestellt. Im ersten Abschnitt gehe ich kurz auf diese Parallele ein. Im zweiten Abschnitt erläutere ich, wie das Bild vom Spielraum für Befragungen genutzt werden kann. Im dritten Abschnitt zeige ich auf, dass der Spielraum im Zusammenspiel von Individuum und Gesellschaft entsteht, weshalb die sozioökonomische Berichterstattung statt von „Wohlergehen“ oder „Lebenslage“ von „Teilhabe“ spricht. Der letzte Abschnitt fasst kurz zusammen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Lebenslagen – Beiträge zur Gesellschaftspolitk
Hajo Romahn, Dieter Rehfeld (Hg.):
Lebenslagen – Beiträge zur Gesellschaftspolitk
Die Autorin
Dr. Ortrud Leßmann

Dr., Dipl.-Volkswirtin, Netzwerk-Koordinatorin der „Human Development and Capability Association“, arbeitet am internationalen Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen (ifz) in Salzburg zur europäischen Sozialinvestitionsstrategie.