sprache deutsch
sprache english
» Zum Merkzettel
0 Artikel
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Thursday, July 18, 2019
 Startseite » Ökonomie  » Arbeit, Geld, Kapital, Produktion & Preise  » Geld & Finanzmärkte 
Logik, Rhetorik und Ästhetik des Geldes
Downloadgröße:
ca. 244 kb

Logik, Rhetorik und Ästhetik des Geldes

31 Seiten · 4,28 EUR
(Juni 2016)

 
Ich bin mit den AGB, insbesondere Punkt 10 (ausschließlich private Nutzung, keine Weitergabe an Dritte), einverstanden und erkenne an, dass meine Bestellung nicht widerrufen werden kann.
 
 

Aus der Einleitung:

Die Logik als Disziplin ist die Lehre, wie man in korrekter Weise von wahren Aussagen auf wahre Aussagen schließen kann. Sie ist also in erster Linie eine formale Schlusslehre. Wenn wir nach der Logik des Geldes fragen, so ist der Ausdruck "Logik" in einem weiteren Sinne zu verstehen. Es geht auch hier um Konsequenzen, aber nicht im Rahmen formaler Schlüssigkeit, sondern um Konsequenzen, die sich, so möchte man meinen, auf Grund des Wesens oder der Natur des Geldes inhaltlich, nämlich der Sache nach ergeben, aufdrängen und zu erwägen sind. Angesagt ist also zunächst eine Sach- oder Wesenslogik. Die solchermaßen onto-logischen Eigenschaften des Geldes bestehen allerdings nicht an und für sich, sondern unterliegen besonderen sozio-logischen und, wie sich noch zeigen wird, insbesondere psycho-logischen Bedingungen. Wenn man vom Wesen des Geldes spricht, könnte man zunächst eine Wesensdefinition im Sinne einer Realdefinition oder Sacherklärung des Geldes erwarten. Ich erinnere an die platonischen Dialoge, in denen Sokrates mit seinen Was-ist-Fragen sich gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern auf die Suche nach einer Definition des Wesens oder der Natur einer Sache begibt. Ist Geld aber überhaupt eine Sache? Jedenfalls nicht in dem Sinne, wie wir im Unterschied zum Geldwert von Sachwerten (wie z.B. Immobilien) sprechen. Auch von der Natur des Geldes lässt sich nur im übertragenen Sinne sprechen; denn Geld ist gerade nicht von Natur aus Geld, sondern durch Vereinbarung (Konvention). Darauf ist noch zurückzukommen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Was ist?
Wolf Dieter Enkelmann, Birger P. Priddat (Hg.):
Was ist?
the author
Prof. Dr. Gottfried Gabriel
Gottfried Gabriel

(*1943), zuletzt Professor für Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena: Lehrstuhl für Logik und Wissenschaftstheorie. Seit April 2009 im Ruhestand. Arbeitsgebiete: Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Logik, Ästhetik, Politische Ikonographie, Sprachphilosophie.