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Thursday, May 23, 2019
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Machiavelli: Der Versuch einer spieltheoretischen Analyse von Macht
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Machiavelli: Der Versuch einer spieltheoretischen Analyse von Macht

19 Seiten · 3,55 EUR
(März 2008)

 
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Aus dem Schlußwort:

Zweifellos hat Machiavelli das Problem erkannt, das Kenneth Arrow mehr als 400 Jahre später formalisierte (und für dessen „Lösung“ er den Nobelpreis bekam). Machiavelli begnügt sich aber nicht nur mit der Erörterung der Aggregation von Präferenzen und ihrer Problematik, sondern zeigt auch die Voraussetzungen und „unmoralischen“ Nebenwirkungen auf, die mit der Durchsetzung des diktatorischen Willens verbunden sind. Seine Schlussfolgerung ist: Der einheitliche Wille des Alleinherrschers und seine Macht schaffen Ordnung in einem Gemeinwesen. Nur wenn diese Ordnung geschaffen ist, ist nach Machiavelli ein Gemeinwesen „republikfähig“ (vgl. Kersting 2006, S. 81). Für Machiavelli ist die Republik die ideale Regierungsform, aber sie ist nicht in der Lage, selbst aus dem Chaos eine stabile Ordnung hervorzubringen. Das kann nur ein Alleinherrscher. Aber der aufgeklärte Alleinherrscher weiß, das die von ihm geschaffene Ordnung nur dann Bestand haben kann, wenn er sie in eine republikanische Struktur überführt, nur dann ist ihm der Ruhm des Stifters einer staatlichen Ordnung gesichert und nur dann werden ihm die Grausamkeiten nachgesehen, die er auf dem Wege zu dieser Ordnung begangen hat, begehen musste. „Nie wird ein kluger Kopf einen Mann wegen einer außergewöhnlichen Handlung tadeln, die er begangen hat um ein Reich zu gründen oder einen Freistaat zu konstituieren. Spricht auch die Tat gegen ihn, so entschuldigt ihn doch der Erfolg“ (Discorsi, S. 36). Das ist Machiavellis Credo.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Macht in der Ökonomie
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Macht in der Ökonomie
the author
Prof. Dr. Manfred Holler
Manfred Holler

Senior Research Fellow am Public Choice Research Centre, Turku, und pensionierter Professor für Volkswirtschaftslehre der Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Theoretische und angewandte Spieltheorie, Wahl- und Konfliktforschung, Law & Economics, Kulturökonomie.

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