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Makroökonomische Weichenstellungen nach der Krise
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Makroökonomische Weichenstellungen nach der Krise

Ökonomie für Wirtschaft und Gesellschaft

21 Seiten · 3,11 EUR
(16. Oktober 2009)

 
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Aus der Einleitung:

Wir wollen uns in diesem Beitrag mit der Chance zu weit reichenden Weichenstellungen befassen. Hierzu ist es sinnvoll, noch einmal an die jüngere wirtschaftspolitische Diskussion in Deutschland zu erinnern. Schließlich ist mit der AGENDA 2010-Politik der letzten beiden Bundesregierungen mit sozialdemokratischer Beteiligungen gerade ein Paradigmenwechsel von ?aktiver?, makroökonomischer Orientierung zu ?aktivierender?, mikroökonomischer Orientierung der Wirtschafts- und Sozialpolitik als vorgebliche Antwort auf die Probleme des Landes vorgenommen worden. Denn lange Zeit stand es (scheinbar) schlecht um den ?Patienten Deutschland?: Nach fast anderthalb Jahrzehnten der Stagnation war die Arbeitslosigkeit hierzulande höher als fast überall sonst in der Europäischen Union, jedenfalls aber der Trend deutlich schlechter als in weiten Teilen Europas und, vor allem, als in den Ländern des ?liberalen Kapitalismus?: USA, Großbritannien, Irland oder auch Neuseeland. Deutschland schien der große Verlierer der mit dem Fall der Berliner Mauer rasant zunehmenden Globalisierung und der fortschreitenden europäischen Integration. Erst die mit der ?AGENDA 2010? eingeleitete Erneuerung des ?Modells Deutschland? schien die Bundesrepublik auf ihre Zukunft als Dienstleistungsökonomie vorzubereiten und ? nach mehreren Steuersenkungen insbesondere für Unternehmen und Spitzenverdiener ? Deutschland als Unternehmensstandort endlich wieder attraktiv zu machen. Wenn die Menschen diese Politik, zumindest als sozialdemokratische Regierungspolitik und mit technokratischer ?TINA?-Rhetorik gepriesen, auch nicht recht goutierten, so glaubte noch vor Kurzem ein ?Mitverantwortlicher? ? der heutige Außenminister und frühere Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier ? die Grundlage für ein ?neues Wirtschaftswunder? gelegt zu haben. Mag dieser Anspruch in der gegenwärtigen Rezession auch völlig abwegig klingen, so könnte ja immerhin argumentiert werden, zumindest für die dritte Phase der ?Nach-Krisen-Zeit? gut gerüstet zu sein.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Reformpolitik für das Modell Deutschland
Dominik Haubner, Erika Mezger, Hermann Schwengel (Hg.):
Reformpolitik für das Modell Deutschland
the author
Prof. Dr. Arne Heise
Arne Heise

ist Universitätsprofessor für Finanzwissenschaft und Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Mitglied der Expertenkommissionen "Internationalisierung der Finanzmärkte" der Friedrich-Ebert-Stiftung" und "Wettbewerbsfähigkeit" des deutsch-französischen Instituts. Seit 2003 Kuratoriumsmitglied e4globe - European Institut for Globalisation Research, Berlin.

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