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Mittwoch, 18. Juli 2018
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Marx, Kritik und Säkularität
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Marx, Kritik und Säkularität

Überlegungen zur Aktualität der "Judenfrage" in der Migrationsgesellschaft

17 Seiten · 3,74 EUR
(September 2012)

 
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Aus der Einleitung:

Das Projekt folgender Überlegungen ist es, ein gegenwärtiges Konfliktfeld durch einen alten Konflikt zu lesen. An Karl Marxens Auseinandersetzung mit Bruno Bauers "Zur Judenfrage" von 1843 sollen mögliche Zusammenhänge zwischen der Emanzipation einer religiösen Minderheit und der Frage der Säkularität entwickelt werden. Diese können ein interessantes Licht auf eine heutige Debatte werfen, die von KritikerInnen eines migrationsfeindlichen Neorassismus wie dem Religionsanthropologen Talal Asad oder der feministischen Philosophin Judith Butler in der Anthologie Is Critique Secular? Blasphemie, Injury and Free Speech geführt wird. Dort wird die Frage diskutiert, ob eine Auseinandersetzung mit der muslimischen Welt von der Fähigkeit des Islam zur Aufklärung und Säkularisierung seiner staatlichen Verfasstheit abhängig zu machen ist, oder ob "Säkularismus" als neue "Religion" des Abendlandes zu einer Rhetorik okzidentaler Überlegenheit geronnen ist, wie viele KulturkritikerInnen aus dem postkolonialen Spektrum behaupten. Auf einer epistemologischen Ebenen würde damit danach gefragt, ob die Begriffe Religion und Säkularität überhaupt trennbare Einheiten sind oder ob der abendländische Begriff der Religion, sich nicht erst mit der Erfindung des Säkularen gebildet habe, wie es Asad in Genealogies of Religion entwickelt hat.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Entfremdung – Ausbeutung – Revolte
Gerd Grözinger, Utz-Peter Reich (Hg.):
Entfremdung – Ausbeutung – Revolte
Die Autorin
PD Dr. Gabriele Dietze
Gabriele Dietze

Forschungsfellow Kulturwissenschaft und Gender, Humboldt Universität zu Berlin