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Marx und Keynes: Mit Arbeitswerten zum Arbeitsvolumen
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Marx und Keynes: Mit Arbeitswerten zum Arbeitsvolumen

20 Seiten · 3,91 EUR
(Februar 2019)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Der Beitrag von Fritz Helmedag zielt darauf ab nachzuweisen, dass Marx und Keynes "ein ziemlich perfektes Gespann" bilden, gerade in analytischer Hinsicht. Dafür entwickelt Helmedag ein Modell, das der Marxschen These Rechnung trägt, wonach die kapitalistische Wirtschaft zu einem Gleichgewicht tendiert, das durch eine identische Relation von Mehrwert zu Vergütung der Arbeitnehmer in allen Wirtschaftsbereichen gekennzeichnet ist. Dasselbe gilt auch für das Verhältnis des Gesamtwertes zur Vergütung der Beschäftigten. Das in diesem Beitrag nach einigen grundlegenden Erörterungen präsentierte Modell besteht aus zwei Sektoren, der Basisindustrie, in der die Konsumgüter für die Arbeiter produziert werden, und der Luxusindustrie, die Güter für den Bedarf der Kapitalisten sowie für die Nachfrage der privaten Investoren, des Staates und des Auslands herstellt. Mit erheblichem formalen Aufwand leitet Helmedag ab, dass die Profite der beiden Sektoren in sehr unterschiedlicher Weise auf Änderungen der Lohnquote reagieren: Während in der Luxusgutindustrie die Profite kontinuierlich mit steigender Lohnquote (Helmedag nimmt dafür den Anteil der Stücklohnkosten am Stückpreis) abnehmen, nehmen die Profite des Basissektors zunächst mit steigender Lohnquote zu, erreichen dann aber ihr Maximum und fallen danach ab, weil die Vorteile aus der mit der Lohnquote steigenden Konsumgüternachfrage übertroffen werden durch den Nachteil der sinkenden Nachfrage nach den Produkten der Luxusgüterindustrie (s. Abb. 2). Der letzte Beitrag in dieser Gruppe von Fritz Helmedag zielt darauf ab nachzuweisen, dass Marx und Keynes „ein ziemlich perfektes Gespann“ bilden, gerade in analytischer Hinsicht. Dafür entwickelt Helmedag ein Modell, das der Marxschen These Rechnung trägt, wonach die kapitalistische Wirtschaft zu einem Gleichgewicht tendiert, das durch eine identische Relation von Mehrwert zu Vergütung der Arbeitnehmer in allen 18 Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt und Bedia Sahin Wirtschaftsbereichen gekennzeichnet ist. Dasselbe gilt auch für das Verhältnis des Gesamtwertes zur Vergütung der Beschäftigten. Das in diesem Beitrag nach einigen grundlegenden Erörterungen präsentierte Modell besteht aus zwei Sektoren, der Basisindustrie, in der die Konsumgüter für die Arbeiter produziert werden, und der Luxusindustrie, die Güter für den Bedarf der Kapitalisten sowie für die Nachfrage der privaten Investoren, des Staates und des Auslands herstellt. Mit erheblichem formalen Aufwand leitet Helmedag ab, dass die Profite der beiden Sektoren in sehr unterschiedlicher Weise auf Änderungen der Lohnquote reagieren: Während in der Luxusgutindustrie die Profite kontinuierlich mit steigender Lohnquote (Helmedag nimmt dafür den Anteil der Stücklohnkosten am Stückpreis) abnehmen, nehmen die Profite des Basissektors zunächst mit steigender Lohnquote zu, erreichen dann aber ihr Maximum und fallen danach ab, weil die Vorteile aus der mit der Lohnquote steigenden Konsumgüternachfrage übertroffen werden durch den Nachteil der sinkenden Nachfrage nach den Produkten der Luxusgüterindustrie (s. Abb. 2).

Da sich das System in der Nähe des Maximums einpendelt, sei dies ein Argument dafür, dass auch in der Realität die Unternehmen, die vor allem an abhängig Beschäftigte verkaufen, zumindest intuitiv wahrnehmen, dass ein "mittleres" Lohnniveau ihnen zum Vorteil gereicht. Sie werden daher verhindern, dass die Lohnquote zu hoch steigt oder zu tief fällt. Daran anknüpfend erläutert Helmedag die Unterschiede seines Modells zu dem bekannten Bhaduri-Marglin-Modell. In diesem kann die Wirkung einer höheren Lohnquote auf die Beschäftigung positiv oder negativ sein, je nachdem, ob der höhere Konsum der Arbeiter oder die niedrigere profitgesteuerte Nachfrage der Unternehmen überwiegt. Welcher Fall eintritt, lässt sich nur empirisch entscheiden, wie Helmedag kritisch anmerkt.

Des Weiteren entwickelt Helmedag in seinem Modell eine Bestimmungsgleichung für das Sozialprodukt und verknüpft so die Theorien von Marx und Keynes. Er kann von dort aus für alternative Parameterwerte das Arbeitsvolumen errechnen. Auch die Beschäftigungsschwelle, also den Wert, den bei steigender Arbeitsproduktivität das Wachstum des Sozialprodukts übertreffen muss, damit die Beschäftigung zunimmt, leitet er ab.

Im abschließenden Abschnitt 4 erörtert der Autor die Frage, welche Erträge die in den beiden Sektoren Tätigen zu erwarten haben.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Bedia Sahin (Hg.):
Arbeit und Beschäftigung – Keynes und Marx
the author
Prof. Dr. Fritz Helmedag
Fritz Helmedag

Professur für Mikroökonomie, Fakultät für Wirtschaftswissenchaften, an der TU Chemnitz. Zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH Aachen.

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