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Mary Paley Marshall, 1850-1944
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Mary Paley Marshall, 1850-1944

70 Seiten · 8,85 EUR
(Februar 2007)

 
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Aus der Einleitung:

Als Mary Paley Marshall 1944 mit 94 Jahren starb, hatten mehrere Generationen von Ökonomen in Großbritannien und in Übersee Bekanntschaft mit ihr gemacht. Ihre Lebensgeschichte wurde in einem ausführlichen Nachruf von niemand geringerem als John Maynard Keynes verfaßt, der sie in seiner Kindheit in Cambridge kennen gelernt hatte. Ihre eigenen Memoiren "What I Remember" wurden posthum veröffentlicht. Trotz dieser offenkundigen Berühmtheit, ist Mary Marshall eine sonderbar schattenhafte Figur geblieben. Es ist nicht ganz einfach, ihr Schaffen als Ökonomin zu untersuchen, denn sie hat selbst sehr wenig veröffentlicht. Ihr Anteil an Alfred Marshalls Werk war der einer Sekretärin, Krankenschwester, Übersetzerin, Haushälterin und wissenschaftlichen Assistentin – eine Art Mädchen für alles womöglich, eine Frau, die nicht nur über das befriedigende Wissen verfügte, daß sie gänzlich unabkömmlich war, sondern der auch von ihrem Ehemann, ihren Freunden und ihren beruflichen Bekanntschaften die Anerkennung entgegengebracht wurde, die ihre entscheidende Mithilfe an Marshalls produktivem Lebensweg verdiente.

Das fesselnde und gleichwohl unlösbare Rätsel bleibt bestehen: wenn Marshall anders gewesen wäre, hätte dies eine Partnerschaft vom Typus der Webbs, der Bosanquets oder sogar der Myrdals sein können, bei der beide Partner in demselben Maße zu der intellektuellen Leistung des Teams beitrugen? Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, daß Mary Marshall einen größeren oder einen anderen Beitrag zu der Partnerschaft der Marshalls leisten wollte oder konnte? Dieser Aufsatz geht durch den spärlichen Beweisbestand, der uns in dieser Hinsicht über Mary Marshalls Leben zur Verfügung steht, während er gleichzeitig ihre eigenen beträchtlichen Fähigkeiten und Erfolge würdigt, um derentwillen sie in Erinnerung bleiben und bewundert werden sollte.

Dieser Aufsatz behandelt Mary Paley Marshalls Kindheit und Bildung, ihre Laufbahn als wissenschaftliche Dozentin, ihr Schriftwerk und ihre primären Interessen außerhalb der Wirtschaftswissenschaften. Einige abschließende Bemerkungen sollen das Ganze abrunden.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Frauen in der Ökonomie
Anka Gronert (Hg.):
Frauen in der Ökonomie
the author
Rita McWilliams Tillberg

ist die Autorin des Buches „Women at Cambridge – a Men’s University, though of a mixed Kind“ (1975) und die Herausgeberin des Buches „Alfred Marshall in Retrospect“ (1990).