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Sonntag, 24. Juni 2018
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Mehr-Arbeitgeber-Beziehungen in der deutschen Automobilindustrie: Arbeitspolitische Herausforderungen für Management und Arbeitnehmervertretung
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Mehr-Arbeitgeber-Beziehungen in der deutschen Automobilindustrie: Arbeitspolitische Herausforderungen für Management und Arbeitnehmervertretung

22 Seiten · 3,22 EUR
(November 2015)

 
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Aus der Einleitung:

Die Mitbestimmung in der deutschen Automobilindustrie gilt international wie national nach wie vor als einer der Leuchttürme kollektiver Arbeitspolitik. Hohe gewerkschaftliche Organisationsgrade der Belegschaften, weitgehendes Co-Management der hauseigenen Betriebsräte und eine Unternehmensmitbestimmung auf Augenhöhe zwischen Anteilseignern und Arbeitnehmerbank prägen das Image der großen Endhersteller, was ihre Arbeitsbeziehungen anbelangt. Auch im internationalen Vergleich ragen die deutschen Automobilunternehmen arbeitspolitisch heraus, indem sie Mitarbeiterbeteiligung in Entscheidungsprozessen gewähren, die andernorts ausschließlich Managementangelegenheit wären (Katz/ Darbishire 2000). Darüber hinaus haben sich die großen drei Hersteller in globalen Rahmenabkommen mit dem weltweiten Gewerkschaftsdachverband IndustriAll auch grenzüberschreitend dazu verpflichtet, der Geltung von kollektiven Tarifverträgen und der freien Organisation der Belegschaften an allen weltweiten Standorten zu ihrem Recht zu verhelfen. Für die Beschäftigten dieser Unternehmen hierzulande geht dieses besondere Mitbestimmungsniveau – im Vergleich zu vielen anderen Branchen – mit überdurchschnittlicher Vergütung, besonderen betrieblichen Sozialleistungen und einer höheren Beschäftigungssicherheit einher; Arbeitszeiten sind klar geregelt, die Arbeitsorganisation ist belastungsoptimiert und der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz gewährleistet. Kurzum: Die deutsche Automobilindustrie gilt als einer der Belege dafür, dass erfolgreiche Unternehmensführung unter internationalen Wettbewerbsbedingungen mit guten Arbeitsbedingungen und weitreichender Mitbestimmung der Beschäftigten vereinbar ist.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Lebenslagen – Beiträge zur Gesellschaftspolitk
Hajo Romahn, Dieter Rehfeld (Hg.):
Lebenslagen – Beiträge zur Gesellschaftspolitk
Die Autoren
Dr. Markus Helfen

PD Dr. Dipl.-Volkswirt, Mitarbeiter an der Professur für Unternehmenskooperation im Management-Department der Freien Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte: Organisationstheorie, Personalpolitik, Industrielle Beziehungen und Corporate Governance.

Prof. Dr. Jörg Sydow

Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmenskooperation, am Management-Department der Freien Universität Berlin. Forschungsinteressen: Management- und Organisationstheorie, Fragen strategischer Unternehmenskooperation und -vernetzung.