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Montag, 20. August 2018
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Mentale Modelle, politisches Lernen und demokratische Wirtschaftspolitik

Theoretische Grundlegung und Modellierung mittels genetischer Algorithmen

"Social Science Simulations"  · Band 4

Habilitationsschrift

310 Seiten ·  44,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-624-0 (September 2007 )

Großformat 24 x 17 cm

 
 

Die Arbeit verknüpft die Erkenntnisse aus der Theorie der beschränkten Rationalität mit den Ansätzen der konventionellen Public Choice Theorie. Damit soll es möglich sein, demokratische Entscheidungsprozesse in einer komplexen wirtschaftspolitischen Entscheidungsumwelt abzubilden. Der erste Hauptteil beginnt mit einem Überblick über die Theorie und Empirie der beschränkten Rationalität. Zudem stellt er mit der Theorie der mentalen Modelle sowie der ökonomischen Theorie des Lernens zwei Ansätze vor, die geeignet sind, menschliches Denken und Handeln in komplexen Entscheidungsumwelten abzubilden.

Der zweite Hauptteil skizziert zunächst die "spatial theory of voting" als bekanntestes Modell des Parteienwettbewerbs innerhalb der konventionellen Public Choice Theorie. Dieses wird sodann mit den zwei Ansätzen aus dem ersten Hauptteil der Arbeit verknüpft. Die zentrale forschungsleitende Frage lautet, unter welchen Bedingungen der Parteienwettbewerb als Entdeckungsverfahren für eine zielführende Wirtschaftspolitik fungieren kann. Der Lernprozess der Parteien im Wettbewerb um die politische Macht wird mittels genetischer Algorithmen abgebildet. Die Arbeit geht ausführlich auf die Rechtfertigung dieses methodischen Ansatzes, seine Stärken aber auch seine Grenzen ein. Sodann werden die Ergebnisse einer breit angelegten Simulationsstudie mittels genetischer Algorithmen vorgestellt. Diese umfasst weit über 2000 simulierte politische Lernprozesse mit verschiedenen Lernformen und Parameterkonstellationen. Die Simulationen zeigen, dass eine zielführende Wirtschaftspolitik erlernt werden kann, wenn diese von den Wählern langfristig belohnt wird. Dieses Ergebnis stellt sich unabhängig davon ein, ob die Parteien altruistisch oder opportunistisch sind. Eine Reihe anderer Determinanten hat hingegen großen Einfluss auf Verlauf und Ergebnis der Lernprozesse. Die Simulationsergebnisse deuten darauf hin, dass wirtschaftspolitische Lernprozesse in föderalen Systemen häufiger und schneller zur Entdeckung und Anwendung einer zielführenden Wirtschaftspolitik führen.


zusätzliche Downloads:
Quellcodes der Simulationsprogramme


Der Autor
PD Dr. Ivo Bischoff
Ivo Bischoff

Nach Lehrstuhlvertretungen in Essen und Marburg kehrt Dr. Ivo Bischoff im Wintersemester 2007/08 zurück an die Universität Gießen, wo er seit 2002 eine Stelle als wissenschaftlicher Asisstent innehat. Dort hatte er sich im Frühjahr 2006 mit einer Schrift zum Thema "Beschränkte Rationalität, politische Entscheidungsprozesse und öffentliches Leistungsangebot" habilitiert. Forschungsschwerpunkte: Beschränkte Rationalität und demokratische Wirtschaftspolitik, Politische Ökonomie der öffentlichen Finanzen, Experimentelle Ökonomik.

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