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Sunday, September 22, 2019
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Mikrofundierung der Makroökonomie in neueren keynesianischen Analysen

Ein Vergleich zwischen neu- und postkeynesianischen Ansätzen bezüglich ihrer Theorie der Gütermärkte

"Hochschulschriften"  · Band 33

199 Seiten ·  29,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-137-5 (Juni 1997 )

 
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Die »Keynessche Revolution« hatte in den 1930ern zu einer neuen Herangehensweise an ökonomische Fragen geführt. Entstanden war die Makroökonomie mit ihrem Denken in aggregierten Größen. Unberührt von Keynesschem Einfluss blieb die Theorie über das Verhalten einzelner Unternehmen und Haushalte: die Mikroökonomie.

In der Wirtschaftswissenschaft existieren seither beide Teile gleichwertig nebeneinander. Dieser Zustand allerdings gilt häufig als Mangel. In der vorliegenden Arbeit geht es um neuere Versuche, eine keynesianische Mikroökonomie nachzuliefern: die Mikrofundierung der Neukeynesianer und die der Postkeynesianer.

Einig sind sich beide Gruppen darin, daß die Mikroökonomie nicht länger auf der Annahme vollkommenen Wettbewerbs aufbauen darf. Vielmehr versuchen Neu- und Postkeynesianer die Bedeutung von marktbeherrschenden Unternehmen zu berücksichtigen. Doch obwohl beide Ansätze Keynes als Referenz nennen, sind sie sehr verschieden voneinander. Während die Postkeynesianer an die radikalen und kapitalismuskritischen Elemente im Werk von Keynes anknüpfen, ist für die Neukeynesianer Keynes eher ein Synonym für eine Wirtschaftspolitik, die vereinzelte Staatseingriffe in den Wirtschaftsprozeß als notwendig ansieht. In der jeweiligen theoretischen Argumentation schlagen sich diese Differenzen vor allem in einer ganz unterschiedlichen Methode nieder.

Das Kriterium für den Vergleich zwischen den beiden keynesianischen Ansätzen ist hier die Allgemeine Gleichgewichtstheorie (AGT), die als ein theorieübergreifendes methodisches Instrument verstanden wird. So gesehen bedienen sich die Neukeynesianer der AGT als Methode, wohingegen die Postkeynesianer diese überwinden wollen. Auf welche Weise man eher zu einer keynesianischen Mikrofundierung der Makroökonomie gelangt, ist das zentrale Thema dieser Arbeit.