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"Moderate Inflation" - Sand oder "grease" im Getriebe der Realökonomie ?

31 Seiten · 4,19 EUR
(22. November 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Wolfgang Schröder fragt zunächst nach dem Verhältnis von Preisveränderung und realem Wachstum der Volkswirtschaft. In der ökonomischen Literatur gilt es als unbestritten, dass Inflation wie Deflation volkswirtschaftliche Kosten generieren. Daraus lässt sich ableiten, dass es mithin eine wachstumsoptimale Preisänderungsrate geben muss. Doch liegt diese, wie man intuitiv annehmen und den offiziellen Verlautbarungen der Währungshüter entnehmen können, wirklich in der Nähe der ?Null-Inflation?? Ist also das Ziel, einen möglichst hohen Grad an Preisstabilität zu erreichen, tatsächlich wachstumsoptimal? Zunächst führt der Autor den Leser dogmengeschichtlich durch die verschiedenen theoretischen Ansätze zum Verhältnis von Inflation und Wachstum. Dabei verblieb Geld ? und mithin auch die Entwicklung des Geldwertes ? langfristig zumeist neutral in Bezug auf die Realökonomie ? die klassische Dichotomie der Quantitätstheorie, die von Theoretikern der Rationalen Erwartung gar zur ?Superneutralität? weiterentwickelt wurde. Kurzfristige Einflüsse der Geldpolitik auf die Realökonomie ? und mithin zeitliche Gleichläufe zwischen Inflation und Wachstum ? sind spätestens seit Wicksell bekannt, aber erst Keynes gelang mit seiner Theorie der Unterbeschäftigung auch der theoretische Nachweis der langfristigen Nicht-Neutralität. Neuere empirische Untersuchungen zeigen nun einen klaren, signifikanten Zusammenhang zwischen der Inflationsrate und dem (Pro-Kopf-)Wachstum, der ab einer Größe von 2,5%?5% ein negatives, darunter aber ein positives Vorzeichen aufweist. Offenbar ist nicht nur steigende, sondern auch ? ab einem Schwellenwert ? sinkende Inflation wachstumsgefährdend, wobei der Volatilität der Inflationsraten eine große Bedeutung zuzukommen scheint. Schröder resümiert: ?Inflationsraten um 3% bieten vielleicht die ?sichersten? Inflationsraten, d.h. die Rate mit der geringsten Unsicherheit?. Hieraus lässt sich gleichwohl keine einfache Handlungsmaxime für die Geldpolitik ableiten, wenn an die Lucas-Kritik gedacht wird. Immerhin lässt sich sagen, dass eine moderate Inflation keine Wachstumsrisiken beinhaltet und ein Disinflationsprozess in der Nähe von Null unbedingt mit expansiver Geldpolitik beantwortet werden muss.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Prof. Dr. Wolfgang Schröder

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Lausitz, Senftenberg