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Moralsensitive Orientierungsphilosophie
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Moralsensitive Orientierungsphilosophie

Die Governanceethik im Lichte des Kohärentismus

21 Seiten · 3,63 EUR
(Mai 2006)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Der Beitrag von Jens Badura schließt an diese moralsensitive Orientierung der Governanceethik bruchlos an. Aus der Sicht des Kohärentismus ist Moral eine bestimmte Form des Orientierungswissens, eine Kompetenz des Sich-Zurechtfindens, die sich in lokalen Situationen, also situationsspezifisch, bewähren muss. Die ethische Reflexion solcher lokalen Situationen läuft dann nicht mehr auf die Feststellung letztgültiger normativer Fundamente und daraus abgeleiteter Normen zur Bearbeitung dieser lokalen Situationen hinaus, sondern auf die kohärente Integration moralischer und nicht-moralischer Überzeugungen. Der Aufsatz entwickelt die wesentlichen philosophischen Grundlagen des Kohärentismus, die nach meiner Auffassung belegen, dass diese philosophische Richtung eine viel versprechende und produktive Denkform für anwendungsorientierte Ethiken werden könnte, die das notorisch offene Problem des Zusammenhangs von Begründungs- und Anwendungsdiskursen auf eine innovative und ertragreiche Art bearbeitet. Der Governanceethik wird von Badura empfohlen, sich vor einer Beliebigkeit und Verkürzung moralischer Angelegenheiten auf Kostenkriterien zu hüten und ihren Nutzenbegriff auf Lebensdienlichkeit abzustellen. Dahinter steckt eine Idee des guten Lebens, die zwar ausdrücklich nicht inhaltlich, sondern nur formal aufgefasst werden will, die aber dennoch ein starkes normatives Kriterium bildet. Ob und inwieweit diese Vorstellun¬gen integriert werden können in die funktionale Differenzierung und Individualisierung von Lebensentwürfen moderner Gesellschaften, wird die zukünftige Forschung auf diesem Gebiet zeigen müssen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Governanceethik im Diskurs
Josef Wieland (Hg.):
Governanceethik im Diskurs
the author
Dr. Jens Badura

Jg. 1972; Tätigkeit als Unternehmensberater, Geschäftsführer von „durchdenker.de – agentur für reflexive wissenschaft und praxis“ und Gründungsmitglied des „Institut für Wirtschafts- und Unternehmensethik“ (ifwu). Derzeit Stipendiat der Volkswagenstiftung am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt. Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland. Arbeitsschwerpunkte: Kulturphilosophie, Poststrukturalismus, Ethik.