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NAIRU – Theorie, Empirie und Politik
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NAIRU – Theorie, Empirie und Politik

30 Seiten · 5,68 EUR
(22. August 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Jürgen Jerger widmet sich dem Herzstück des Neu-Keynesianismus: der Non-Accelerating Inflation Rate of Unemployment, kurz: NAIRU. Dieses Konzept basiert einerseits auf der Annahme, dass Arbeitslosigkeit in erster Linie ein makroökonomisches Phänomen ist und ist andererseits der Versuch, den Spielraum für keynesianisch orientierte, expansive Geld- und Fiskalpolitik zu bestimmen. Das Verständnis der NAIRU leidet unter zwei Problemen, denen sich Jerger im folgenden widmet: (1) Häufig ist nicht klar, was genau mit dem Konzept der NAIRU gemeint und impliziert ist bzw. wie verschiedene Konzepte „gleichgewichtiger Arbeitslosigkeit“ zueinander in Beziehung stehen und welche wirtschaftspolitischen Konsequenzen sie nahe legen. (2) Es ist weitgehend unstrittig, dass die NAIRU keine konstante, zeitinvariante Größe darstellt – weniger einmütig wird jedoch die Frage beantwortet, ob das NAIRU-Konzept unter diesen Bedingungen ein hinreichend wirkungsvolles Analyseinstrument sein kann, um einer Beschäftigungspolitik die Grundlage zu liefern. Mittels einer Taxonomie verschiedener Konzepte – hier seien nur die Ackronyme erwähnt: NAIRU, NAWRU, NAWIRU, NRU, QERU und NERU – bringt Jerger zunächst Übersicht in die begriffliche Verwirrung, um dann die konzeptionellen Grundlagen der NAIRU herauszuarbeiten: Der Kern ist ein Verteilungskonflikt, der im Rahmen einer Phillipskurven-Analyse beschrieben werden kann. Von besonderer Bedeutung – insbesondere auch für die empirische Überprüfung und wirtschaftspolitische Handlungsanleitung – ist dann die Trennung in eine Bewegung auf der Phillipskurve („Nachfragepart“) von einer Verschiebung der Phillipskurve („Angebotspart“). Und obwohl es der modernen neu-keynesianischen Arbeitsmarktforschung bislang nicht gelungen ist, diese analytische Trennung empirisch in einer Weise zu unterfüttern, die quantitative Vorgaben für keynesianisch inspirierte Nachfrage- bzw. neoklassisch inspirierte Angebotspolitik machen könnte, hält Jerger den NAIRU-Ansatz dennoch für sinnstiftend: Unabhängig von der korrekten Höhe der NAIRU sind angebotspolitische Maßnahmen zu ihrer Senkung immer dann nötig, wenn Vollbeschäftigung durch nachfragepolitische Maßnahmen nicht erzielt werden kann.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Neu-Keynesianismus – der neue wirtschaftspolitische Mainstream?
Eckhard Hein, Arne Heise, Achim Truger (Hg.):
Neu-Keynesianismus – der neue wirtschaftspolitische Mainstream?
the author
Prof. Dr. Jürgen Jerger
Jürgen Jerger

Universitätsprofessor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Regensburg.