sprache deutsch
sprache english
» Zum Warenkorb
0 Artikel - 0,00 EUR


Friday, April 19, 2019
 Startseite » Umwelt  » Nachhaltigkeit & Generationengerechtigkeit 

Nachhaltiger Konsum und Verbraucherpolitik im 21. Jahrhundert

"Wirtschaftswissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung"  · Band 1

323 Seiten ·  34,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-601-1 (Juli 2007 )

 
 

Vor dem Hintergrund der begrenzten Ölvorkommen und des Klimawandels stellen sich einschneidende Fragen für die modernen Industriegesellschaften im 21. Jahrhundert: Was ist nachhaltiger Konsum? Wer ist dafür verantwortlich? Welche Rolle spielt die Verbraucherpolitik?

Die Autoren des vorliegenden Buches liefern Antworten auf diese Fragen. Dabei differenzieren sie zwischen nachhaltigem Konsum im weiteren Sinne und im engeren Sinne, der grundsätzlich global verallgemeinerbar wäre. Davon ausgehend untersuchen sie nachhaltigen Konsum in den Bedarfsfeldern Ernähren, Wohnen und Mobilität.

Die empirischen Ergebnisse der qualitativen und quantitativen Studien zeigen, dass der Konsument nicht alleine für nachhaltigen Konsum verantwortlich gemacht werden kann. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wird eine neue Konzeption polyzentrischer Verbraucherpolitik entwickelt, die auf den Schultern mehrerer Akteure verteilt ist. Neben dem Staat werden auch Konsumenten, Verbände, Unternehmen und Medien als verbraucherpolitische Akteure verstanden.

  • Kapitel 1
    Einführung
  • Frank-Martin Belz, Georg Karg und Dieter Witt
  • Kapitel 2
    Nachhaltiger Konsum, geteilte Verantwortung und Verbraucherpolitik: Grundlagen
  • Frank-Martin Belz und Michael Bilharz
  • Kapitel 3
    Nachhaltiger Konsum aus Sicht der Verbraucher
  • Simone Eckert, Georg Karg und Thomas Zängler
  • Kapitel 4
    Nachhaltigkeitssegmente in den Bedarfsfeldern Ernährung, Wohnen und Mobilität
  • Ulrich Enneking/Rainer Franz/Adriano Profeta
  • Kapitel 5
    Key Points nachhaltigen Konsums
  • Michael Bilharz
  • Kapitel 6
    Staatliche Verbraucherpolitik
  • Simone Eckert, Georg Karg und Thomas Zängler
  • Kapitel 7
    Geteilte Verantwortung für nachhaltigen Konsum aus Sicht von Lebensmittelherstellern
  • Jasmin Pobisch und Frank-Martin Belz
  • Kapitel 8
    Geteilte Verantwortung für nachhaltigen Konsum aus Sicht von Verbänden
  • Yvonne Arndt und Dieter Witt
  • Kapitel 9
    Ratgeber als Wegweiser zu nachhaltigem Konsum?
  • Michael Bilharz
  • Kapitel 10
    Geteilte Verantwortung für nachhaltigen Konsum: Grundzüge einer polyzentrischen Verbraucherpolitik
  • Frank-Martin Belz und Lucia A. Reisch
Umwelt aktuell, Juli 2008 ()

"Politiker werden nicht müde, für einen gesteigerten Konsum zu plädieren. Ihr Argument: Damit könne die Wirtschaft angekurbelt, die Arbeitslosigkeit abgebaut werden. Umweltverbände hingegen setzen sich für weniger Verbrauch ein, weil dadurch die begrenzten Ressourcen geschont werden. Angesichts der Knappheit dieser Ressourcen und des Klimawandels müssen sich die Industrieländer mit den Fragen beschäftigen: Was ist nachhaltiger Konsum? Wer ist dafür verantwortlich? Welche Rolle spielt dabei die Verbraucherpolitik?

Darauf versuchen die Autorinnen Antworten zu geben. Im Rahmen des Verbundforschungsprojekts "Nachhaltiger Konsum und Verbraucherpolitik im 21. Jahrhundert" an der TU München untersuchten sie dafür das Verbraucherverhalten in puncto Ernährung, beim Wohnen und bei der Fortbewegung. Kaufen diejenigen auch tatsächlich im Bioladen ein, die im Fragebogen angeben, dass sie Ökoprodukte gut finden? Wer fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit, wer achtet auf vernünftiges Heizen in den eigenen vier Wänden?

Die Verfasser, überwiegend Wirtschaftswissenschaftler, plädieren für eine neue Verbraucherpolitik, die verschiedene Akteure zur Verantwortung zieht. Denn, so ihr Fazit, König Kunde kann nicht allein für nachhaltigen Konsum (oder den Verzicht darauf) in die Pflicht genommen werden. Hier sind auch der Staat, Unternehmen, Verbände und die Medien gefragt.

Die Verbraucherpolitik steht im Mittelpunkt der Betrachtung, weil ohne sie nachhaltiger Konsum keine Chance hat. Von Anfang an war die geteilte Verantwortung für nachhaltigen Konsum Leitidee der Forscherinnen. Genau dies verbirgt sich auch hinter dem sperrigen Begriff "polyzentrische Verbraucherpolitik". Die empirischen Untersuchungen ergaben allerdings kein einheitliches Bild. Wie die WissenschaftlerInnen feststellten, lassen sich "Otto Normalverbraucher" oder "König Kunde" nicht über einen Kamm scheren, sondern sind äußerst heterogen. Es gibt nicht "die Verbrauchergruppe", die sich nachhaltig verhält. Ebenso wenig existiert "die Politik" oder "die Wirtschaft", die sich nachhaltigem Konsum verpflichtet oder widersetzt. Allerdings haben die AutorInnen bei allen Akteuren eine Kerngruppe ausgemacht, die sich mit nachhaltigem Konsum auseinandersetzt und sich entsprechend verhält. Zum Beispiel können Verbraucherinnen im Kleinen etwas bewegen, indem sie Produkte aus fairem Handel kaufen oder ihre Plastiktüte wiederverwenden.

Der Nachhaltigkeitsbegriff, wie wir ihn kennen, geht auf den Umweltgipfel von Rio de Janeiro 1992 zurück. Dort kam man zu dem Schluss, dass nicht-nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen die Hauptursache für globale Umweltprobleme seien. Deshalb sollten alle Länder, voran die Industriestaaten, nachhaltige Konsummuster fördern. Von Anfang an galt also Konsum als zentraler Ansatzpunkt für eine nachhaltige Entwicklung. Wir Verbraucherinnen haben es in der Hand: Laden wir nachhaltig hergestellte Produkte in unseren Einkaufskorb, verschwenden wir keine Ressourcen. Dann darf es gern auch mal etwas mehr sein."



Journal of Consum Policy (2008) 31:243-251

Given the limits of natural resources and the coming climate change, industrial societies of the 21st century are confronted with important questions: What is sustainable consumption? Who is responsible for it? What is the role of consumer policy? The authors of the contributions of this reader entitled "Sustainable consumption and consumer policy in the 21st century” try to give answers to these questions. They distinguish between sustainable consumption in the narrow and the broad sense and apply these concepts to the analysis of sustainable consumption in housing and mobility. The empirical results of the qualitative and quantitative studies reported show that consumers alone cannot be made responsible for sustainable consumption. On the basis of these findings, the concept of a "polycentric consumer policy” is developed. In this concept, the actors of consumer policy are not only the various governmental institutions but also consumers, companies, associations, and the media.

Umwelt Journal, http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/rezensionen/14008.php

Köln, 14.04.2008: Vor dem Hintergrund der begrenzten Ölvorkommen und des Klimawandels stellen sich einschneidende Fragen für die modernen Industriegesellschaften im 21. Jahrhundert: Was ist nachhaltiger Konsum? Wer ist dafür verantwortlich? Welche Rolle spielt die Verbraucherpolitik? Diese Fragen will das hier vorgestellte Buch beantworten.

Das Buch liefert nicht nur Antworten auf diese aktuellen und zugleich brisanten Fragen, sondern beinhaltet darüber hinaus die zentralen Ergebnisse des zweijährigen Verbundforschungsprojektes "Nachhaltiger Konsum und Verbraucherpolitik im 21. Jahrhundert". In insgesamt zehn Beiträgen wird deutlich, ass für die Realisierung des nachhaltigen Konsums nicht der Verbraucher alleine verantwortlich gemacht werden kann. Es ist vielmehr eine geteilte Verantwortung zwischen Begriff aus der Ökologie. Konsumenten, Staat, Unternehmen, Verbänden und Medien.




the editors
Prof. Dr. Frank-Martin Belz
Frank-Martin Belz Professor für Betriebswirtschaftslehre - Brau- und Lebensmittelindustrie an der Technischen Universität München (TUM) und Akademischer Leiter des internationalen Masterstudiengangs Consumer Science (M.Sc.). [weitere Titel]
Prof. Dr. Georg Karg
Georg Karg Univ.-Professor am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre - Marketing und Konsumforschung an der Technischen Universität München-Weihenstephan seit 1984. [weitere Titel]
Prof. Dr. Dieter Witt
Dieter Witt seit 1986 Professor an der TU München für das Fachgebiet Dienstleistungsökonomik. Er leitet das Seminar für Vereins- und Verbandsforschung (SVV), ist der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Rationale Verkehrspolitik (GRV) sowie der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG) Südbayern. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Soziale Technik 1/2009, S. 23-24
  • "Politiker werden nicht müde, für einen gesteigerten Konsum zu plädieren."...
    Umwelt aktuell, Juli 2008 mehr...
  • Journal of Consum Policy (2008) 31:243-251 mehr...
  • Umwelt Journal, http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/rezensionen/14008.php mehr...
das könnte Sie auch interessieren
Aufsätze als PDF-Download