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Montag, 24. September 2018
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Natur als Vorbild

Plädoyer für ein differenziertes und erweitertes Verständnis der Natur in der Ökonomie

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 49

404 Seiten ·  36,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-430-6 (September 2003 )

 
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Natur als Vorbild für die Ökonomie? Eine solche Sichtweise klingt für manche Ökonomen erstaunlich, für andere hingegen erscheint eine Bereicherung des dominierenden Verständnisses der Natur als "Sack von Ressourcen" längst überfällig, insbesondere im Lichte einer ökologischen Ökonomie und einer umweltorientierten Betriebswirtschaftslehre.

Der Autor spürt dem Verständnis der Natur in der Ökonomie nach und bewegt sich dabei im Grenzgebiet volkswirtschaftlicher Umweltökonomie, betriebswirtschaftlichem Umweltmanagement und Philosophie. Er plädiert insgesamt für ein differenziertes und erweitertes Naturverständnis: Es erscheint möglich, die Natur als Vorbild für die Ökonomie in Anspruch zu nehmen, d.h. sie als Entdeckungsheuristik, Inspirationsreservoir und Innovationsquelle zu betrachten, um von ihren smarten Phänomenen, den Strategien im Umgang mit Stoff, Energie, Information, Raum, Zeit sowie ihren funktionalen Grundprinzipien zu lernen. Für eine solche vorbehaltliche Orientierung entwirft der Autor ein methodisch gestütztes theoretisches Fundament, das er exemplarisch am umweltökonomischen Ansatz der Industrial Ecology präzisiert.

Ein Buch gleichermaßen für Umweltökonomen und ökologische Ökonomen, für Verantwortungsträger in Politik, Unternehmen, Unternehmensberatungen und Umweltschutzorganisationen sowie für Studierende, die sich mit Umweltökonomie, Umweltmanagement und Nachhaltigkeit vertieft beschäftigen.

Zeitschrift für Sozialökonomie, 142/2004, S. 39 ()

"Die vorliegende Arbeit ist ein gelungenes Beispiel für die wissenschaftliche Arbeit mit interdisziplinären Fokus, wie er zu Zeiten der klassischen Ökonomie noch üblich war, mit der Zeit jedoch zunehmend zur Ausnahme wurde. Ralf Isenmann stellt in seiner Dissertation die Frage nach dem Naturverständnis in der Ökonomik und dessen Folgen für das Wirtschaften und bewegt sich dabei im Grenzgebiet zwischen Wirtschaftswissenschaft und Philosophie. Kein Zufall, wie der Autor im Vorwort bemerkt, hat er doch in beiden Fachbereichen wissenschaftliche Erfahrungen sammeln können. Gerade eine solche fachübergreifende Sichtweise ist dem Gros zeitgenössischer Ökonomen allerdings abhanden gekommen. ...

Mit analytischem Verstand und einer umfangreichen philosophischen Argumentation gelingt es dem Autor, die verschiedenen Sichtweisen von der Natur herauszuarbeiten und die Sinnhaftigkeit des Verständnisses von der Natur als Vorbild für die Ökonomie zu etablieren. Damit schafft Isenmann eine theoretische Fundierung des Konzeptes, das bislang in der ökonomischen Theorie mehr oder weniger implizit Verwendung fand, einer argumentativ-theoretischen Grundlage jedoch entbehrte. Aufgrund seines optionalen - wenn auch nicht unverbindlichen - Charakters und der damit verbundenen Chancen stellt die Sichtweise von der Natur als Vorbild eine wenig kontroverse Erweiterung der bisherigen Sichtweisen von der Natur dar. Für die Ökologische Ökonomik unzweifelhaft eine willkommene Ergänzung des theoretischen Repertoires, könnte das Konzept Isenmanns somit auch in der ökonomischen Orthodoxie auf Sympathie stoßen.




Der Autor
Prof. Dr. pol. habil. Ralf Isenmann
Ralf Isenmann

Professor für Nachhaltiges Zukunftsmanagement Fakultät Betriebswirtschaft, Hochschule München, Beauftragter der HM für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Privatdozent Universität Bremen | Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, IPMI - Institut für Projektmanagement und Innovation

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dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Die vorliegende Arbeit ist ein gelungenes Beispiel für die wissenschaftliche Arbeit mit interdisziplinären Fokus, wie er zu Zeiten der klassischen Ökonomie noch üblich war, mit der Zeit jedoch zunehmend zur Ausnahme wurde."
    Zeitschrift für Sozialökonomie, 142/2004, S. 39 mehr...
  • Der Betriebswirt, 2/2005, S. 38
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