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Mittwoch, 21. November 2018
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Naturschutz im Fernsehen - eine unglückliche Liebesgeschichte
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Naturschutz im Fernsehen - eine unglückliche Liebesgeschichte

4 Seiten · 1,84 EUR
(September 2008)

 
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Aus der Einleitung:

Man will sie nicht mehr hören und nicht mehr lesen, die Heldengeschichten über die großen Vorbilder Sielmann, Stern und Grzimek, die - Herren durchaus unterschiedlichen Temperaments und pädagogischen Furors - vor allem in den 70er Jahren regelmäßig ein Millionenpublikum vor den Bildschirm lockten und mit Fischotter, Kreuzspinne und Buschböckchen vertraut machten. Dabei sind ihre Verdienste ebenso unbestritten wie die Tatsache, dass Figuren ihres Formats heute fehlen. Doch leider liefert ihre Abwesenheit das finale Argument, wenn nach den Gründen für die anhaltende Popularitätsdelle des Naturfilms im deutschen Fernsehen gefragt wird: der Mangel an herausragenden Köpfen.

In der Tat lässt sich diese Aussage nur schwer entkräften. Die Genannten versprühten nicht nur einen Hauch von Abenteuer, wenn sie in buschtauglichem Khaki leise in die Kamera sprachen, um das vor ihnen dösende Löwenrudel nicht aus der Kontemplation zu reißen. Sie hatten auch - manchmal arg missionarisch - einen Standpunkt, eine Haltung, die ihre Filme über die bloße Präsentation exotischer Schauwerte hinaushob und für die sie persönlich einzustehen schienen. Heute sind wir alle im Herzen Naturfreunde, ob vor dem Bildschirm oder vor der Kamera, und dann ist es auch schon wieder egal.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Medialisierung der Nachhaltigkeit
Clemens Schwender, Werner F. Schulz, Martin Kreeb (Hg.):
Medialisierung der Nachhaltigkeit