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Mittwoch, 21. November 2018
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Methodologie


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"Neuer" Methodenstreit und Methodenpluralismus in den Wirtschaftswissenschaften

Alte Argumente in einer aktuellen Debatte?

19 Seiten · 3,57 EUR
(Oktober 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Die Diskussion um die angemessenen Methoden und die methodologische Ausrichtung in den Wirtschaftswissenschaften ist in der jüngeren Vergangenheit in einem "neuen Methodenstreit" eskaliert, der damit auch die Frage nach der künftigen Ausrichtung ökonomischer Forschung und Lehre gestellt hat. Auslöser für diesen Streit war die seinerzeit an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Kölner Universität diskutierte Umwidmung einer ganzen Reihe bislang wirtschaftspolitischer Lehrstühle im Rahmen von Neubesetzungen entsprechend international vorherrschender Kategorisierung der Lehr- und Forschungsausrichtung in den Wirtschaftswissenschaften, das heißt zu Lehrstühlen für Makroökonomik und angewandte Ökonomik. Dagegen regte sich Widerspruch insbesondere bei den Vertretern der traditionellen Ordnungspolitik, der in einer öffentlichen Stellungnahme von 83 Professoren der Volkswirtschaftslehre in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unter dem Titel "Rettet die Wirtschaftspolitik an den Universitäten!" (Aberle u.a. 2009) kulminierte und dem eine Gegenstellungnahme von 188 Professoren und Forschern der Volkswirtschaftslehre im Handelsblatt unter dem Titel "Baut die deutsche VWL nach internationalen Standards um!" (Adam u.a. 2009) folgte. Auch wenn mittlerweile bereits die "Nachrufe" auf diesen "neuen Methodenstreit" erfolgt sind (Rothschild 2010, Bachmann 2010), sollen im Folgenden noch einmal verschiedene Facetten dieser Diskussion beleuchtet werden. Aus der Sicht des unbeteiligten Betrachters werden zunächst die Positionen im aktuellen Methodenstreit dargestellt um dann historische Parallelen zu ziehen. Daran schließt sich die Frage an, welche Zielsetzungen mit dem Streit verfolgt werden. Die Frage nach der Parallelität von Wirtschaftskrise und Krise der Wirtschaftswissenschaft schließt sich an. Da es bei dem "neuen Methodenstreit" auch um die Frage internationaler Standards der Volkswirtschaftslehre und deren Neuausrichtung geht, werden die Effekte von Rankings auf die "Mainstreamisierung" (Rothschild) kritisch angesprochen. Abschließend wird vor diesem Hintergrund die Frage nach der Rolle des Methodenpluralismus und damit im weitesten Sinne heterodoxer Ansätze für die Entwicklung der Volkswirtschaftslehre gestellt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Der Autor
Hajo Romahn

Lehrstuhl für Sozialpolitik und Sozialökonomik, Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für beratende Sozial- und Wirtschaftswissenschaften – Gerhard Weisser-Institut.

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