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Ökonomik der ökologischen Nichtnachhaltigkeit
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Ökonomik der ökologischen Nichtnachhaltigkeit

Die Logik erschöpfbarer Ressourcen und die Fallstricke des technologischen Optimismus

25 Seiten · 5,21 EUR
(Juni 2011)

 
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Aus der Einleitung:

Die Fähigkeit des Marktsystems, die aus der Nutzung erschöpfbarer Ressourcen resultierenden absoluten Knappheiten zu überwinden, wird von Ökonomen vielfach optimistisch eingeschätzt. Durch technologische Innovationen gestützte Substitutionsprozesse für sich verknappende natürliche Ressourcen durch andere Ressourcen oder durch menschgemachtes Kapital führen demnach laufend zu Entknappungen. In diesem Beitrag werden einige theoretische Grundlagen, auf die sich ein derartiger technologischer Optimismus stützt, kritisch analysiert. Die Darstellung der ökonomischen Logik der Nutzung erschöpfbarer Ressourcen beschränkt sich auf das neoklassische Paradigma, auf eine Problemanalyse sowie auf nicht erneuerbare Ressourcen wie Minerale, Metalle und fossile Energieträger. Diese sind durch einen endlich begrenzten Bestand auf der Erde gekennzeichnet, der sich (innerhalb menschlich relevanter Planungszeiträume) durch menschliche Nutzung zunehmend erschöpft. Schließlich beschränkt sich die Darstellung der Bedingungen für dauerhaftes Wachstum auf die Funktion nicht erneuerbarer Ressourcen als Input des ökonomischen Prozesses. Mit ihrer Nutzung typischerweise verbundene Probleme auf der Outputseite in Form schädigender Emissionen bleiben im Wesentlichen ausgeblendet.

Das folgende Kapitel beginnt mit der klassischen, auf Hotelling (1931) zurückgehenden Analyse intertemporal effizienter Ressourcen-Abbaupfade (2.1.). Anschließend werden einfache Wachstumsmodelle (2.2.) sowie das Konzept der Backstop-Technologie vorgestellt (2.3.). Im Abschnitt 2.4. wird die dem neoklassischen Paradigma zugrundeliegende ökonomische Logik zusammengefasst und mit den Ergebnissen empirischer Untersuchungen konfrontiert. Im dritten Kapitel werden Fallstricke eines technologischen Optimismus durch technologisches lock-in diskutiert (3.1.). Dann folgen Fallstricke durch praktische, theoretische und ökologische (3.2.) sowie durch soziale Grenzen der Substitution (3.3.), die zu nicht nachhaltigen Ergebnissen führen können. Die Arbeit schließt mit einem kurzen Ausblick.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Institutionen ökologischer Nachhaltigkeit
Martin Held, Gisela Kubon-Gilke, Richard Sturn (Hg.):
Institutionen ökologischer Nachhaltigkeit
the author
Dr. Rudolf Dujmovits
Rudolf Dujmovits

geb. 1957, Assistenzprofessor am Institut für Finanzwissenschaft und Öffentliche Wirtschaft der Karl-Franzens-Universität Graz. Arbeitsschwerpunkte: Familienbesteuerung, Umweltökonomik, Technischer Fortschritt, Regionalökonomie.

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