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Dienstag, 23. Oktober 2018
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Ordo, Makro und die Eurokrise
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Ordo, Makro und die Eurokrise

21 Seiten · 3,59 EUR
(Dezember 2017)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Auf besonders hartnäckigen Widerstand stieß die Keynes’sche Botschaft in Deutschland, auch weil dort die Position des Ordoliberalismus sehr stark war und ist. Die Konsequenzen dieses „Widerstands“ zeigen sich bis heute in der Wirtschaftspolitik der EWU. In seinem Beitrag „Ordo, Makro und die Eurokrise“ vertritt Oliver Landmann die These, dass hinter den unterschiedlichen Reaktionen der Mitgliedsstaaten und der Institutionen der Europäischen Währungsunion (EWU) auf die Eurokrise seit 2010 unterschiedliche Sichtweisen darüber stehen, wie der Kapitalismus zu organisieren sei und was Wirtschaftspolitik zu leisten habe. Gemäß Landmanns These wird die deutsche Position von einem ordnungspolitischen Paradigma getragen, das ein regelgebundenes Handeln des Staates verlangt.

Landmann zeigt, wie sehr die vor allem von Deutschland durchgesetzten Grundregeln der EWU mit den Positionen des deutschen Ordoliberalismus übereinstimmen, insbesondere den von Eucken formulierten Grundprinzipien, nämlich der Primat der Währungspolitik, die Konstanz der Wirtschaftpolitik einschließlich ihrer Beschränkung auf die Herstellung eines verlässlichen Ordnungsrahmens und das Haftungsprinzip, das eine Transferunion ausschließt. Landmann betont, dass Eucken und der Ordoliberalismus einen Eckpfeiler der wirtschaftlichen Stabilität vernachlässigen, nämlich die makroökonomische Stabilität. Damit lehnen sie zugleich die Theorie von Keynes und seine wirtschaftspolitische Botschaft ab.

Das Resultat dieser Entwicklungen war und ist das makroökonomische Missmanagement der EWU seit der Griechenlandkrise 2010. Zu deren Überwindung wäre es hilfreich, nicht auf der Einhaltung dysfunktionaler Regeln zu bestehen, sondern diese zu ändern, damit sie der Stabilität der Gesamtwirtschaft und ihres Finanzsystems gebührend Beachtung schenken.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Keynes, Geld und Finanzen
Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt, Markus Marterbauer (Hg.):
Keynes, Geld und Finanzen
Der Autor
Prof. Dr. Oliver Landmann
Oliver Landmann

geb. 1952, ist Professor für theoretische Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Arbeitsschwerpunkte: Makroökonomie, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Internationale Währungsfragen.

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