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Perspektiven für eine nachhaltige Wirtschaftsordnung
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Perspektiven für eine nachhaltige Wirtschaftsordnung

13 Seiten · 2,71 EUR
(Oktober 2009)

 
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Aus der Einleitung:

Im Jahr 2008 war die Realsphäre der Wirtschaft weltweit mittelbar oder unmittelbar von den Auswirkungen der gravierendsten Finanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise 1929 betroffen. Banken gewähren sich und anderen Unternehmen keine Kredite mehr, Automobilhersteller kämpfen mit umfassenden Absatzeinbrüchen und immer mehr Arbeitsplätze gehen verloren. Ausgelöst durch hyper-dynamische – und durch redliche Kalkulation kaum zu rechtfertigende – Spekulationen auf den Finanzmärkten und mangelnde staatliche Kontrolle kollabierten zunächst in den USA mehrere Banken und Finanzhäuser. Auf Basis der engen internationalen Verflechtungen setzte sich die Krise schnell nach Europa und Asien fort und führte zu Milliarden-Verlusten von privaten Anlegern und Unternehmen. Diese Entwicklungen sind fern jeder Nachhaltigkeit, in ökonomischer, sozialer wie auch in ökologischer Hinsicht. Zwar bricht damit ein System zusammen, das sich getrieben durch extreme Renditeerwartungen durch beschleunigte Ausbeutung von Natur und Menschen auszeichnete. Doch auch die Krise und die eingeleiteten Maßnahmen zu ihrer Bewältigung lassen in weiten Teilen den Blick auf das Ganze, eine wirkliche Ursachenbekämpfung und insbesondere auf eine nachhaltige Entwicklung vermissen. Vielfach zeichnen sich in höchster Eile zusammen gezimmerte Milliarden-Bürgschaften, Konjunkturprogramme und Unternehmensbeteiligungen durch reine Symptombekämpfung aus und dringen kaum zu den Ursachen des Problems vor.

Vor diesem Hintergrund stellt der vorliegende Beitrag die Frage, wie eine nachhaltige Wirtschaftsordnung aussehen kann und dauerhaft erreicht werden kann, die derartige Fehlentwicklungen unwahrscheinlich werden lässt und die zentralen Zielsetzungen der Nachhaltigkeit adressiert. Hierzu werden nachfolgend zunächst die zentralen Elemente des hier vertretenen Verständnisses von nachhaltiger Entwicklung expliziert (Abschnitt 2), bevor in Abschnitt 3 auf die Grundannahmen eingegangen wird, auf denen aufbauend in Abschnitt 4 Strategien für eine nachhaltige Wirtschaftsordnung entwickelt werden. In Abschnitt 5 wird anschließend die Frage erörtert, wer die zentralen Akteure für die Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftsordnung sind und sein können und welche Beiträge von ihnen zu erwarten sind.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Neue Konzepte der Ökonomik – Unternehmen zwischen Nachhaltigkeit, Kultur und Ethik
Irene Antoni-Komar, Marina Beermann, Christian Lautermann, Joachim Müller, Niko Paech, Hedda Schattke, Uwe Schneidewind, Reinhard Schulz (Hg.):
Neue Konzepte der Ökonomik – Unternehmen zwischen Nachhaltigkeit, Kultur und Ethik
the author
Prof. Dr. Bernd Siebenhüner
Bernd Siebenhüner

Professor für Ökologische Ökonomie an der Universität Oldenburg und stellvertretender Leiter des internationalen Global Governance Projekts, Gastwissenschaftler am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Umweltstiftung.

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