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Tuesday, May 21, 2019
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Politische Kommunikation in der Informationsgesellschaft
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Politische Kommunikation in der Informationsgesellschaft

11 Seiten · 2,56 EUR
(August 2006)

 
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Aus der Einleitung:

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft wurde er geführt – der Bundestagswahlkampf 2002. In bunten Bussen und anderen Vehikeln reisten die Spitzenpolitiker aller Parteien in die entlegendsten Winkel der Republik, inspizierten im Schlauchboot die verwüsteten Hochwassergebiete und beglückten mit waghalsigen Fallschirmsprüngen ahnungslose Wähler in ihren Urlaubsorten. Niemals zuvor wurde dem Bundesbürger soviel Inszeniertes und Unterhaltendes in einem Wahlkampf geboten. Niemals zuvor waren Wahlkämpfe so an der Logik der Medien orientiert. Doch nicht jeden freut dieser Umstand. Die Kritiker bemängelten, dass die Kampagnen inhaltsleer, wenig informativ, bisweilen sogar albern seien. Fundierte Informationen über Wahlziele und politische Programme würden nicht mehr kommuniziert. „Wie sollen die Wählerinnen und Wähler auf der Basis dieses mangelhaften Informationsangebots überhaupt eine Entscheidung treffen?“, wurde wiederholt in den Medien gefragt. Die Verantwortlichen für diese Misere waren schnell ausgemacht. Zum einen die Wahlkampfmanager, die sich an amerikanischen Vorbildern und deren Polit-Pop-Kampagnen orientieren. Zum anderen natürlich auch die Parteien und ihre Kandidaten, die sich dem Diktat der Spin-Doktoren bedingungslos unterordnen.

Vor diesem Hintergrund muss man sich fragen, ob politische Kommuni¬kation in der Informationsgesellschaft wirklich nur noch eine Aneinanderreihung von Bildern, Gesten und Symbolen – kurzfristig und oberflächlich ist? Inszenierung ohne wirkliche Information? Um diese Frage zu beantworten werfen wir zunächst einen Blick auf die Anforderungen der Medien- und Informationsgesellschaft, die Strategien und Methoden moderner Wahlkampfführung und nicht zuletzt auch auf die Adressaten der Kommunikation, die Wählerinnen und Wähler.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Axel Wallrabenstein
Axel Wallrabenstein

1991 – 1994 Bundesgeschäftsführer der Jungen Union Deutschlands, Bonn; 1994 – 1995 Pressesprecher im Innenministerium des Freistaates Sachsen, Dresden; 1995 – 1996 Redakteur Deutsche Welle TV, Berlin; 1996 – 1999 Sprecher der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin; seit 2001 Managing Partner, Publicis Public Relations GmbH, Berlin.