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Wednesday, August 21, 2019
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Politische Theorie und Tagespolitik (1903-1933)

Alfred Weber Gesamtausgabe Band 7

Herausgegeben von Eberhard Demm, unter Mitwirkung von Nathalie Chamba

671 Seiten ·  29,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-107-8 (April 1999 )

Preis der Gesamtausgabe (10 Bände): 255 EUR

 
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Als politischer Denker verkörpert Alfred Weber die Kontinuität von Demokratie und Liberalismus vom Deutschen Kaiserreich zur Bundesrepublik. Webers »Gedanken zur deutschen Sendung«, die hier zum ersten Mal ohne die durch die Zensur bedingten Streichungen vorgelegt werden, gehören zu den wichtigsten Zeugnissen der deutschen Kriegspublizistik. Sein Hauptwerk »Die Krise des modernen Staatsgedankens« stellt nach Theodor Eschenburg »die optimale Lösung des demokratischen Problems« dar. Es präsentiert in Deutschland die angelsächsische Konzeption der Konkurrenzdemokratie, wie sie die heutige politische Praxis weitgehend bestimmt. Darüber hinaus regt Weber Reformen der Weimarer Verfassungspraxis an, u.a. die erst 1949 verwirklichte »Kanzlerdemokratie«, um so die Republik gegen die Angriffe ihrer antidemokratischen Gegner zu stabilisieren. Gleichzeitig kommentiert er in der »Frankfurter Zeitung« die deutsche Tagespolitik und warnt in Artikeln und öffentlichen Vorträgen bis zuletzt nachdrücklich vor den Gefahren einer nationalsozialistischen Machtergreifung. Außenpolitisch setzt er sich für eine enge europäische Zusammenarbeit ein. Die vorliegende Publikation ist durchgehend annotiert, verschiedene Beiträge werden zum ersten Mal veröffentlicht. Die Einleitung des Herausgebers behandelt Webers Rolle als politischen Theoretiker des deutschen Liberalismus.

A) Im Wilhelminischen Zeitalter (1903-1918)

I) Liberalismus und Demokratie

1) Politische Gedanken [1903]
2) Konstitutionelle oder parlamentarische Regierung in Deutschland? (1907/1927)
3) [Zur Politischen Bibliothek des Diederichs-Verlags] (1912)
4) [Über den Begriff der Nation] (1913)

II) Politik in Prag

1) Begegnungen mit T. G. Masaryk (1948)
2) Die Wahlrechtsfrage in Österreich (1905)
3) Das allgemeine gleiche Wahlrecht und die Deutschen (1905)
4) Deutscher Verein für Sozialwissenschaft (1907)
5) Eine freisinnige Protestversammlung (1907)
6) Zum Freidenkerkongreß (1907)
7) [Unruhen in Prag] (1908)

III) Hochschulpolitik

1) [Norddeutsche und Österreicher] (1904)
2) Zum deutschen Hochschullehrertag (1907)
3) [Die Frage des akademischen Nachwuchses] (1908)
4) [Zur Freiheit in Forschung und Lehre] (1908)

IV) Jugend und Schulpolitik

1) [Der Verein "Freie Schule"] (1907)
2) Schule und Jugendkultur (1913)
3) [An die freideutsche Jugend] (1913/1963)
4) [Gustav Wyneken und die freideutsche Jugend] (1914)
5) Eine Zuschrift (1914)

V) Politik im Weltkrieg

1) Bemerkungen über die auswärtige Politik und die Kriegsziele [1915] (1986)
2) Gedanken zur deutschen Sendung (1915)
3) Die Polenpolitik (1917)
4) [Kontinentale Verständigung] [1917] (1990)
5) Aufstellung eines Friedensprogramms mit unseren Bundesgenossen [1917] (1990)
6) Das Selbstbestimmungsrecht der Völker und der Friede (1918)
7) Für Mitteleuropa (1918)
8) [Eingabe an General Ludendorff] [1918] (1920/1925)
9) Litauen vor der Entscheidung (1918)
10) Die Begründung des Litauischen Staates (1918)
11) Zur Verteidigung Litauens (1918)
12) [Die Situation in Litauen] (1918)
13) Das Programm der Regierung (1918)

B) In der Weimarer Republik (1918-1933)

I) Die Krise des modernen Staatsgedankens in Europa (1925)
Vorbemerkung
1) Staat und Staatsbegriff als europäische Erscheinung
a) Einleitendes
b) Staat und Staatsbegriff
2) Der moderne Staat erster Prägung und sein Staatsgedanke
a) Staatswachsen und Staatstheorie
b) Europäisches Staatensystem und revolutionäres Staatsdenken
3) Die Realisierung des modernen Staatsgedankens in Europa
a) Staatensystem und geistige Polarität darin
b) Die modernen Staatsprinzipien
Die Menschenrechte
Das Majoritätsprinzip
Der Nationalitätsgedanke
c) Die Verwirklichungsetappen
4) Allgemeine Elemente der Krisenvorbereitung
a) Die allgemeinen Elemente
b) Der Kapitalismus in der neuen Situation
c) Der Neomilitarismus
d) Die Willensbildung in den Massenstaaten
e) Die technische Entwicklung des neuen Innenbaues
f) Verhältnis zu den neuen ökonomischen Kräften
5) Das europäische Schicksal
a) Typen der Staatenumformung
b) Auflösung des europäischen Staatensystems
c) Geistige Auflösung
6) Die neue Situation
a) Vorbemerkung
b) Das Ende des Legitimismus
c) Bolschewismus und Faschismus
d) Neues Verhältnis zu den Wirtschaftskräften
e) Unegalitäre Demokratie
f ) Moderner Nationalitätsgedanke
g) Ein neues Staatensystem in Europa?
7) Schluß

II) Zur Theorie der Demokratie

1) Die Bedeutung der geistigen Führer in Deutschland (1918/1927)
2) Auflösung des Staatsgedankens? (1921)
3) Die Krise im Verfassungsleben der europäischen Völker (1925)
4) Die Krise der Menschenrechte: Ist aus dem kollektiven Kulturbewußtsein eine Besserung zu erhoffen? (1926)
5) Geist und Politik (1926/1927)
6) Das Ende der Demokratie? (1931)

III) In der Deutschen Demokratischen Partei

1) Männer und Frauen des neuen Deutschland (1918)
2) Die neue demokratische Partei (1918)
3) Erklärung (1918)
4) Die Deutsche Demokratische Partei und die neue Zeit (1918/1990)
5) [Zur Affäre mit Stinnes und Thyssen] (1918)
6) Die politische Lage und die Haltung der Demokratischen Partei (1922)
7) Zur Plattform der deutschen Staatspartei (1930)

IV) Für Freiheit und Republik

1) Wirkliche Demokratie (1918)
2) [Deutscher Geist und Judenhaß] (1920)
3) Die Republik und die junge Generation (1922)
4) Republik und Nation. Eine Ansprache (1923)
5) [Programmentwurf für die Republikanische Partei Deutschlands] [1924] (1990)
6) Zivilcourage bei den Wahlen! (1924)
7) Die Reichstagswahlen - und was nun? (1924)
8) Oswald Spengler der Politiker (1924)
9) Verjüngung (1924)
10) Der Prozeß des Reichspräsidenten (1924)
11) Republikanische Tradition (1925)
12) Demokratie oder Diktatur (1929)
13) Über die Gegenwartsproblematik der Demokratie (1930)
14) Solange Brüning Führer ist... (1932)
15) Wie soll man wählen? (1932)
16) Parteifahnen auf dem Rathaus (1933)
17) Antworten und zwei Fragen (1933)

V) Deutschland und die europäische Kulturkrise (1924)

Vorwort
1) Deutschland und die europäische Kulturkrise
2) Frankreich und Europa
3) Deutschland und der Osten

VI) Gegen die ausländische Bedrückung

1) Universität und Reaktion (1920)
2) Das hungernde deutsche Volk. Offener Brief an Prof. Dr. W. Foerster (1921)
3) Deutschland und Europa 1848 und heute. Festrede zur 75. Wiederkehr der Eröffnung des ersten deutschen Parlaments (1923)
4) Tschechische geschichtliche Mission und deutscher Geist. Offener Brief an den Präsidenten T. G. Masaryk (1926)
5) Wie das deutsche Volk fühlt! (1931)

VII) Im Europäischen Kulturbund

1) Paneuropa (1926)
2) [Deutschland und die europäische Zukunft]. Rede beim Schlußbankett der internationalen Jahresversammlung in Mailand (1926)
3) Das zeitgenössische Deutschland und seine Aufgabe in Europa (1926)
4) Der Deutsche im geistigen Europa (1926/1927)
5) Mythologie oder Wirklichkeit? (1927-1928)
6) [Die europäische Krise und die Situation in Italien] (1932)

VIII) Schul- und Hochschulpolitik

1) Zur Hochschulreform [1919]
2) Die Zukunft der Hochschulen. Geistesleben und finanzielle Lage (1920)
3) Das Schicksal der deutschen Bildungsschicht (1920)
4) Bericht die Stellung der Nationalökonomie im Lehrkörper der Universität Heidelberg betreffend [1920]
5) Das Disziplinarverfahren gegen Mierendorff (1923)
6) Die Not der geistigen Arbeiter. Bericht und Schlußwort (1923)
7) Die Not der geistigen Arbeiter (1923)
8) Gründungsplan [1925]
9) Eröffnung des Instituts für Zeitungswesen (1927)
10) Vom Wesen der Studentenschaft (1927)
11) Politisierung der Studentenschaft (1929)
12) [Universität und Volkshochschule] [1929]
13) Schule am Meer. Offener Brief an Herrn Luserke (1925)
14) Ein Gebilde deutscher Libertät (1927)
Ideen zur Staats- und Kultursoziologie (Zuordnung)
Zeitschrift für Politikwissenschaft-Bibliographie, 3/2000, S. 1444 ()

"... Thema aller dieser Schriften ist die Verteidigung der Demokratie gegen ihre Feinde und die kritische Begleitung der konkret existierenden Weimarer Demokratie, deren Schwächen Weber zwar bewußt sind, die er aber gleichwohl unermüdlich verteidigt. Einige behutsame Anmerkungen des Herausgebers begleiten diesen hochwillkommenen Band, der neben den 'Gesammelten Politischen Schriften' von Max Weber durchaus Bestand hat und die politische Bedeutung und Eigenständigkeit von Alfred Weber noch einmal nachdrücklich unterstreicht."


the authors
Prof. Dr. Eberhard Demm
Eberhard Demm Professor für deutsche Geschichte an der Université Jean Moulin Lyon, 2001-2003 Gastprofessur in Heidelberg. [weitere Titel]
Prof. Dr. Alfred Weber
Alfred Weber (1868-1958), jüngerer Bruder von Max Weber, 1904-1907 Professor in Prag, dann Heidelberg, gilt als einer der Begründer der Standorttheorie, wirkt aber später vor allem als Kultursoziologe und Geschichtsphilosoph. 1918 Mitbegründer der liberalen Deutschen Demokratischen Partei und Unterstützung der Weimarar Republik gegen antidemokratische Kräfte. Nach 1945 jahrelanger Einsatz für die Wiedervereinigung und Neutralisierung Deutschlands und einer der führenden Köpfe gegen die Adenauersche Wiederbewaffung. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Journal of the History of the Behavioral Sciences, 37, Frühjahr 2001, S. 203-207
  • "Einige behutsame Anmerkungen des Herausgebers begleiten diesen hochwillkommenen Band, der neben den 'Gesammelten Politischen Schriften' von Max Weber durchaus Bestand hat" ...
    Zeitschrift für Politikwissenschaft-Bibliographie, 3/2000, S. 1444 mehr...
  • Das Historisch-Politische Buch, 3/2001, S. 320-321
  • Chroniques Allemandes 9 2001/2002, S. 281-285
  • Jahrbuch Liberalismusforschung, 12/2000, S. 348-354
  • Historische Zeitschrift 275 (2002), S. 426-427
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