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Tuesday, May 21, 2019
 Startseite » Umwelt  » Nachhaltigkeit & Generationengerechtigkeit 

Postmoderne Umweltpolitik?

Sustainable Development, Steady-State und die "Entmachtung der Ökonomik"

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 37

121 Seiten ·  14,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-89518-292-3 (Mai 2000 )

 
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Nachhaltige Entwicklung erfordert in ihrer ökologischen Dimension die Erhaltung der natürlichen Lebensbedingungen und damit des "Naturkapitals". Die ökologisch-ökonomische Theorie bemüht sich, naturwissenschaftliche Erkenntnisse in der wirtschaftswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dieser Problematik zu berücksichtigen. Herman Daly, einer der wichtigsten Vertreter dieses Paradigmas, postuliert auf dieser Grundlage ökologische, ethische und ökonomische Wachstumsgrenzen, wobei er von der objektiven Relevanz und Feststellbarkeit ökologischer Grenzen für wirtschaftliche Aktivitäten ausgeht. Daly plädiert für die Senkung und Stabilisierung des Material- und Energiedurchsatz (Scale) auf einem nachhaltigen und schließlich optimalen Niveau. Ziel ist ein Steady-State, also eine "ökologisch stationäre Wirtschaft". Bei genauerem Hinsehen greift auch dieser Ansatz letztlich zu kurz: Ein naiver Realismus im Hinblick auf "natürliche Wachstumsgrenzen" kann für den wissenschaftlichen Beitrag zu einer Politik nachhaltiger Entwicklung nicht zielführend sein. Erforderlich ist ein Ansatz, der die im ökologischen Kontext allgegenwärtigen Wissensprobleme angemessen berücksichtigt und gleichzeitig ermöglicht, Entwicklungspotentiale zu sichern. In der Betonung der Anpassung an natürliche Lebensbedingungen kann man Ansätze zu einem postmodernen Verständnis von Umweltpolitik erkennen. Dieses Verständnis beruht auf der Erkenntnis, dass das "moderne" Projekt der Naturaneignung und -kontrolle gescheitert ist. Diese Situation wirft nicht nur ökonomische, sondern auch metaökonomische Fragen auf.

Politische Ökologie, Literatur Spezial 2001, S. 8 ()

"Der Titel trügt: In 'Postmoderne Umweltpolitik?' erwartet die Leser kein langatmiges philosophisches Essay, sondern auf knappem Raum ein kompakter, gut lesbarer und kompetenter Rundumschlag über die Ökologische Ökologik - als Einführungsband für Einsteiger gleichermaßen geeignet wie als anregende Lektüre für alte Hasen. Fred Luks bleibt aber nicht auf dem Niveau unzähliger Einführungen zum Thema 'Nachhaltige Entwicklung' stehen, sondern verknüft diese mit den Konzepten des Gründungsvaters der Ökologischen Ökonomik, Herman Daly. Luks umreißt damit Bausteine einer ökologischen Makroökonomik im Sinne Dalys und entwickelt sie weiter. Dabei verbindet er das Dalysche Konzept eines 'Steady States' (einer Wirtschaft ohne materielles Wachstum) mit den Zielsetzungen, die Stoffströme absolut zu senken." ...


the author
Dr. Fred Luks
Fred Luks hat in Hamburg und Honolulu Volkswirtschaftslehre studiert. Er beschäftigt sich seit langem in Forschung, Lehre und Management mit Zukunftsfragen. Luks hat zu diesem Themenbereich zahlreiche Publika­tionen vorgelegt. Er war Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie. Zu seinen beruflichen Stationen gehören die Leitung eines inter­disziplinären Forschungsprojekts, eine Gastprofessur an der Univer­sität Hamburg, die Tätigkeit als Nachhaltigkeitsmanager eines großen Unternehmens und die Leitung des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er bloggt unter www.fredluks.com. [weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • Politische Ökologie, 66/2000, S. 79-80
  • Pro Zukunft 2/2001, S. 34
  • Ökologisches Wirtschaften, 3-4/2001, S, 33
  • "als Einführungsband für Einsteiger gleichermaßen geeignet wie als anregende Lektüre für alte Hasen" ...
    Politische Ökologie, Literatur Spezial 2001, S. 8 mehr...
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft 4/2001
  • Regenwurm, Frühjahr 2003, S. 14
  • Reader Ökonomie & Ökologie, Institut für Ökologie
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