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Reale und monetäre Analyse: Post-Keynesianismus und Neu-Keynesianismus im Vergleich
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Reale und monetäre Analyse: Post-Keynesianismus und Neu-Keynesianismus im Vergleich

42 Seiten · 7,35 EUR
(22. August 2006)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Ausgehend von Schumpeters Unterscheidung von realen und monetären Analysemethoden vergleicht Eckhard Hein post-keynesianische und neu-keynesianische Ansätze, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der von Keynes in seinem Beitrag zur Spiethoff-Festschrift formulierten Forderung nach einer „monetären Theorie der Produktion“, d.h. einer „monetären Analyse“ im Sinne Schumpeters. Eine solche sieht der Autor im Rahmen des post-keynesianischen Forschungsprogramms weitgehend realisiert. Indem hier die Geldökonomie als Gläubiger-Schuldner-Ökonomie gefasst wird, in der die Einleitung eines Produktionsprozesses einen Geldvorschuss erfordert, erhält man eine Hierarchie von Märkten mit dem Vermögensmarkt an der Spitze, dem dann der Gütermarkt und zuletzt der Arbeitsmarkt folgen. Dieses Modell liefert dann ein „long-period“-Gleichgewicht, in dem der monetäre Zinssatz bei gegebenen technischen Produktionsbedingungen und gegeben Erwartungen die realwirtschaftliche Profitrate und über die Investitionen das Aktivitätsniveau der Ökonomie bestimmt. Die klassische Dichotomie von realer und monetärer Sphäre wird damit überwunden. Neu-keynesianische Modelle gehen in ihrer Mehrheit hingegen weiterhin von einer langfristigen Neutralität des Geldes aus und verbleiben damit im Rahmen der realen Analyse und der klassischen Dichotomie. Lediglich in den neu-keynesianischen Vermögensmarkt-Modellen, die die Frage der Finanzierung von Investitionen aufwerfen, erhält die Geldpolitik bei Informationsasymmetrien, „moral hazard“ und „adverse selection“ über die Beeinflussung des Kreditangebots einen längerfristigen Einfluss auf das Güterangebot und damit auf die Realsphäre. Bei allen methodischen Differenzen weisen diese Modelle daher gewisse Berührungspunkte mit post-keynesianischen Ansätzen auf. Die hier gewonnenen Einsichten in die Bedeutung der Finanzierungsseite von Investitionen können daher durchaus zu einer „monetären Theorie der Produktion“ beitragen.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Neu-Keynesianismus – der neue wirtschaftspolitische Mainstream?
Eckhard Hein, Arne Heise, Achim Truger (Hg.):
Neu-Keynesianismus – der neue wirtschaftspolitische Mainstream?
the author
Prof. Dr. Eckhard Hein
Eckhard Hein

geb. 1963, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), Co-Direktor des Institute for International Political Economy Berlin (IPE) und Research Associate am Levy Economics Institute of Bard College, Annandale-on-Hudson, New York, und am Centre d’Économie de l’Université Paris-Nord (CEPN).

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