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Recht, Markt und Moral als Treiber einer nachhaltigen Unternehmensführung
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Recht, Markt und Moral als Treiber einer nachhaltigen Unternehmensführung

22 Seiten · 3,54 EUR
(Oktober 2009)

 
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Aus den Schlussfolgerungen:

Betrachtet man die drei potentiellen Einflussgrößen für die Beförderung einer wirksamen nachhaltigen Unternehmensführung im Zusammenhang, so haben sie allesamt ihre spezifischen Stärken und Schwächen. Im Sinne einer wirksamkeitsorientierten Orchestrierung der bisher weithin isoliert betrachteten Einflussinstrumente wäre dann nach einem optimalen Mix ihres Einsatzes zu fragen. Und es wäre zu fragen danach, welche sozialen Mechanismen eine explizite Rückgewinnung moralischer Orientierungen für wirtschaftliches Handeln befördern könnten. Nicht das will ich an dieser Stelle jedoch abschließend tun, sondern mit einem Gedanken schließen, der das wechselseitige Einflussverhältnis der Kategorien zum Gegenstand hat. Mir scheint, dass sowohl Recht als auch Ökonomie moralisch fundiertes wirtschaftliches Handeln am Ende eher hindern als fördern. Recht impliziert, dass nicht Verbotenes prinzipiell erlaubt ist, eigenes Handeln sich mithin nur gegenüber den Rechtsnormen, nicht aber gegenüber dem persönlichen und sozialen Wertekanon zu legitimieren hat. Ökonomie, zumal wenn sie nicht als Ausdruck der Bereicherung sondern der Rationalität daherkommt, hingegen befördert die Eliminierung jedwedes anderen Handlungsmaßstabes.

Sie führt in eine Sackgasse, ist imperialistisch und unterwirft sich im Denken und Tun nach und nach alle Bereiche des menschlichen Lebens. Zu entwickeln wäre daher ein Recht, das Spielräume lässt und lediglich Handlungskorridore definiert und eine Rückbesinnung auf die Moral als unhintergehbare Grundlage der Ökonomie. Wer die moralisch bestimmte Vorentscheidung getroffen hat, sein Unternehmen so weit wie möglich nach den Kriterien der Nachhaltigkeit zu führen und dies im Fortgang auch ständig lernend überprüft, dem ist der sparsame und pflegliche Umgang mit natürlichen Quellen und Senken sowie mit seinen Mitmenschen und den Nachkommenden ohnehin angelegen. Auf dieser Grundlage seien ihm gute Geschäfte gewünscht.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Neue Konzepte der Ökonomik – Unternehmen zwischen Nachhaltigkeit, Kultur und Ethik
Irene Antoni-Komar, Marina Beermann, Christian Lautermann, Joachim Müller, Niko Paech, Hedda Schattke, Uwe Schneidewind, Reinhard Schulz (Hg.):
Neue Konzepte der Ökonomik – Unternehmen zwischen Nachhaltigkeit, Kultur und Ethik
the author
Prof. Dr. Jürgen Freimann
Jürgen Freimann

Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre / Nachhaltige Unternehmensführung an der Universität Kassel.

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