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Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Regionale Institutionen und Wachstum

Sozialkapital, Kommunalverfassungen und interkommunale Kooperation aus regional- und institutionenökonomischer Sicht

"Institutionelle und Evolutorische Ökonomik"  · Band 34

Habilitationsschrift

326 Seiten ·  39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-727-8 (Februar 2009 )

 
 
Warum ist das Pro-Kopf-Einkommen in der Region München mehr als doppelt so hoch wie in der Region Emden? Unterschiede in der Siedlungs- und Sektoralstruktur, den Verkehrsanbindungen und dem Arbeitskräftepotenzial spielen hier eine große Rolle, sie erklären allerdings nicht alles. Wie in dieser Forschungsarbeit mit anspruchsvollen statistischen Verfahren belegt wird, können auch institutionelle Differenzen zum Wohlfahrtsgefälle zwischen Regionen beitragen. Am Beispiel von Sozialkapital, Kommunalverfassungen und interkommunalen Kooperationen wird empirisch nachgewiesen, dass sowohl informelle als auch formelle Institutionen einen sichtbaren Effekt auf die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen haben können. Komponenten regionalen Sozialkapitals wie starke Reziprozitätsnormen, ausgeprägte Marktpräferenzen und schwache politische Netzwerke befördern die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen. Die Direktwahl von Bürgermeistern geht mit positiven ökonomischen Wirkungen einher, die Einführung direktdemokratischer Elemente bei einem Verzicht auf Fiskalreferenden dagegen mit negativen Wirkungen. Gebietsreformen können positive ökonomische Effekte entfalten, die sich nicht in gleichem Maße durch zweckverbandliche Lösungen realisieren lassen. Der theoretische Mehrwert der Arbeit liegt darin, die Neue Institutionenökonomik und die Regionalökonomik als zwei bisher weitgehend getrennte Forschungsfelder zu einem sowohl wissenschaftlich als auch wirtschaftspolitisch viel versprechenden Forschungsprogramm zusammenzuführen.

Der Autor
PD Dr. Lorenz Blume
Lorenz Blume

Seit 2008 Privatdozent am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Philipps-Universität Marburg mit Forschungsschwerpunkten in den Bereichen Institutionenökonomik, Regionalökonomik, Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik. Promotion im Jahr 2003 zum Thema "Kommunen im Standortwettbewerb" an der Universität Kassel, an der Lorenz Blume auch seit 2006 als Referent für Entwicklungsplanung in Forschung und Lehre tätig ist.

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