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Regulierung des Arbeitsmarktes im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Gerechtigkeit
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Regulierung des Arbeitsmarktes im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Gerechtigkeit

20 Seiten · 3,98 EUR
(März 2009)

 
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Aus der Einleitung der Herausgeber:

Der Aufsatz von Herbert Walther beschäftigt sich mit dem neoliberalen Glauben, die Probleme auf dem Arbeitsmarkt seien ausschließlich eine Folge „rigider“ Institutionen. Als „Lösung“ wird dementsprechend, egal für welches Land und zu welcher Zeit, eine „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes empfohlen. Walther untersucht diese Behauptung vor allem im Hinblick auf Mindestlöhne, die von Marktfundamentalisten stets als ‚Eingriff‘ in einen – per se ‚effizienten‘ – ‚Wettbewerbsmarkt‘ abgelehnt werden (vor allem wegen ihrer negativen Anreizwirkungen auf das Arbeitsangebot). Walther konfrontiert diesen Glauben, der sich in Dutzenden Studien einflussreicher Organisationen findet, mit einer empirischen Überblickstudie über OECD-Länder. Das Datenmaterial zeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen sozialpolitischen Institutionen und Arbeitslosenquote gibt: hohe und niedrige Arbeitslosigkeit sind mit einer Vielzahl von institutionellen Ausgestaltungen vereinbar. Wohl aber ergibt sich nach Walther ein umgekehrter Effekt: eine Verschlechterung (Verbesserung) der Arbeitsmarktlage führt nach einiger Zeit zu einer Verschlechterung (Verbesserung) der sozialstaatlichen Rahmenbedingungen. Walther nimmt diesen Befund zum Anlass, Probleme des Arbeitmarktes auch in Bezug auf Gerechtigkeit und Fairness zu diskutieren. Er erörtert (und verwirft) das Gerechtigkeitskonzept von John Rawls und diskutiert das pragmatische Konzept von Fairness, das John Pen vorgeschlagen hat. Nach Walther müssen Aspekte von Fairness auch in Effizienz-Überlegungen zum Arbeitsmarkt eingebaut werden. Der ökonomische Akteur sei keine flexibel verformbare Masse, die sich einem beliebigen Lohn- und Arbeitszeitdiktat unterwerfen könne, sondern ein sozial und historisch bestimmtes Wesen, das z.B. auch einer gewissen Sicherheit und längerfristiger Vertrauensbeziehungen am Arbeitsmarkt bedürfe. Viele Institutionen am Arbeitsmarkt haben sich historisch aus diesen Gründen entwickelt. Sie sind auch Reaktionen auf vielfältige Formen von Marktversagen, das auf unvollkommenen Arbeitsmärkten unvermeidbar sei.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Der neoliberale Markt-Diskurs
Walter Otto Ötsch, Claus Thomasberger (Hg.):
Der neoliberale Markt-Diskurs
the author
Prof. Dr. Herbert Walther

Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Arbeitsmarktheorie und -politik, Nordbergstrasse 15/3/D 59, A-2090 Wien