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Robert Eislers Reformprogramm für ein krisenfestes Weltwirtschaftssystem
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Robert Eislers Reformprogramm für ein krisenfestes Weltwirtschaftssystem

24 Seiten · 5,80 EUR
(12. Februar 2020)

 
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Aus dem einleitenden Überblick der Hrsg.

Kaum bekannt ist das Reformprogramm von Robert Eisler, einem in der Zwischenkriegszeit namhaften, später aber fast völlig vergessenen Autor, der erst jüngst von einigen Ökonomen wiederentdeckt wurde und hier von Anne Löscher und Ferdinand Wenzlaff in ihrem Beitrag vorgestellt wird. Robert Eislers Reformprogramm umfasst drei Säulen, wie Löscher/Wenzlaff schildern, nämlich kreditfinanzierte Beschäftigungsprogramme, Schaffung einer Parallelwährung und eine internationale Koordinierung der Wirtschaftspolitik. Dazu gehörte auch ein Vorschlag für eine neue Weltwirtschaftsordnung. (...) Die Autoren untersuchen zunächst die theoretischen Grundlagen von Eislers Reformvorschlägen, wobei sie die Positionen von Keynes zum Vergleich heranziehen. Grundprobleme sind für Eisler der Mangel an Kaufkraft und Massenarbeitslosigkeit. Eine Ursache davon seien die Zwänge des Goldstandards, die verhindern, dass die Zentralbanken sich an der Stabilisierung der Beschäftigung orientieren könnten, was aber nötig sei. Dabei sollte die Geldpolitik durch eine gleichgerichtete Fiskalpolitik unterstützt werden. Die Ausführungen Eislers zu den Wirkungen hoher und niedriger Zinsen auf Investitionen, Inflation und Beschäftigung sind allerdings teilweise verwirrend, wenn nicht gar widersprüchlich.

Anschließend schildern Löscher/Wenzlaff Einzelheiten der drei Säulen des Reformprogramms. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über die Modern Monetary Theory (MMT) befassen sie sich ausführlich mit dem Vorschlag Eislers, eine Parallelwährung einzuführen: die eine für die laufenden Geschäfte; die zweite soll durch Warenkorbfixierung inflationsgesichert sein und für größere Banktransaktionen verwendet werden. Das komplizierte Zusammenspiel beider Währungen stellen die Autoren ausführlich dar.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Keynes und das internationale Währungs- und Finanzsystem
Hermann Adam, Harald Hagemann, Jürgen Kromphardt (Hg.):
Keynes und das internationale Währungs- und Finanzsystem
the authors
Anne Löscher
Anne Löscher

promoviert zu makroökonomischen Auswirkungen der globalen Finanzkrise mit Fokus auf afrikanische Länder an der Universität Siegen und der University of Leeds. Sie ist Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Nachhaltiges Geld.

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Dr. Ferdinand Wenzlaff
Ferdinand Wenzlaff

ist Referatsleiter für Strategisches Controlling an der Universität Hamburg. Er promovierte an der Leuphana Universität Lüneburg und ist Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Nachhaltiges Geld.

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