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Freitag, 20. Juli 2018
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Schritte zur ökologischen Marktwirtschaft

"Ökologie und Wirtschaftsforschung"  · Band 11

346 Seiten ·  19,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 3-926570-88-1 (März 1997 )

 
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Maier-Rigaud streitet in dieser Aufsatzsammlung für einen klaren Vorrang der umweltpolitischen Ziele. Um so wichtiger ist es, daß sie effizient, also mit einer konsequenten und umfassenden Übertragung marktwirtschaftlicher Steuerungsmuster auf die Umweltpolitik realisiert werden. Im Mittelpunkt seiner Vorschläge stehen gesamtwirtschaftliche Mengenvorgaben (Lizenzen, Zertifikate), weil so die Umweltziele direkt gesetzt und sicher erreicht werden können, und es den marktlichen Prozessen überlassen werden kann herauszufinden, wer sich wie und in welchem Umfang an die natürlichen Restriktionen anzupassen hat.

Zugleich räumt Maier-Rigaud mit einigen falschen Fragen und Frontstellungen auf (etwa, daß die Beschäftigungsfolgen von Umweltpolitik zu diskutieren seien) und er setzt sich mit gängigen Vorstellungen, die einer angemessenen Analyse und Lösung des Umweltproblems im Wege stehen, auseinander, und die sich sowohl bei den Umweltbewegten als auch bei den Ökonomen hartnäckig zu halten scheinen.

Ein provokantes und sehr anregendes Buch.

Ökologische Marktwirtschaft. Vom Schlagwort zur Programmatik - A. Interpretationen und Irritationen: 1. Auf der Suche nach einem Konflikt - 2. Die Umweltzerstörung. Eine Folge unserer Denkmuster? - 3. Bevölkerungswachstum und Naturhaushalt - 4. Zehn Probleme der ökonomischen Wahrnehmung von Umwelt - B. Analyse statt Evidenz: 1. Über den Unterschied zwischen Internalisierung und Umweltpolitik - 2. Zum Politik- und Ökonomieversagen in der ökologischen Steuerpolitik - 3. Entkopplung von Energieverbrauch und Wachstum des Sozialprodukts? - 4. Umweltpolitik und EG-Binnenmarkt - 5. Zur umweltpolitischen Relevanz der Umweltökonomie - C. Preise, Mengen und Selbstverpflichtungen: 1. Umweltpolitik in der Marktwirtschaft - 2. Steuern, handelbare Emissionsrechte und steuerliche Entlastung - 3. Probleme der Finanzwissenschaft mit Öko-Abgaben - 4. Wirtschaftliche Anreize im Immissionsschutzgesetz? - 5. Ordnungspolitische Aspekte der EG-Öko-Audit-Verordnung - D. Politikmuster: 1. Dauerhafte Entwicklung und Güterverkehr - 2. Europäische Optionen der Kohlendioxid-Politik - 3. Modell einer Deponiesteuer - 4. Europäische VOC-Politik und Lizenzen - F. Wirtschaftspolitik und Nachhaltigkeit: 1. Wirtschaftspolitische Visionen für eine nachhaltige Entwicklung - 2. Für eine ökologische Wirtschaftsordnung - 3. Ordnungspolitische Grundfragen.

Das Parlament, 5.12.1997, S. 23 ()

"Maier-Rigaud ist ein Grenzgänger zwischen politischer Administration (Bundesministerium für Wirtschaft) und wissenschaftlicher Ökonomie. Er kennt aus eigener Berufserfahrung beide Bereiche sehr gut. Maier-Rigaud betont, daß wir der ökologischen Herausforderung nur gerecht werden können, wenn wir uns von einigen übernommenen Denkmustern der Ökonomie emanzipieren. Sein - nach Ansicht des Rezensenten vor allem für die Wirtschaftswissenschaft - bemerkenswertes Credo lautet: 'Aus Erfahrung stellt sich für mich weniger die Frage nach der Rezeption wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Politik, sondern die nach der Leistungsfähigkeit des Wissenschaftsbetriebes bei der Aufarbeitung von Problemen. Nach meinem Eindruck hat die Ökonomie in bezug auf die ökologische Frage Politik und Ministerialverwaltung über weite Strecken allein gelassen.'

In Maier-Rigauds Buch findet sich auch ein Aufsatz zum CO2/Energiesteuervorschlag der Europäischen Kommission. Der Text datiert vom August 1992 und war offenbar zum Zwecke der regierungsinternen Meinungsbildung geschrieben. Scharfsinnig legt der Autor den Finger in die Wunde, das heißt, er hebt diejenigen Stellen hervor, an denen der ursprüngliche Vorschlag der Kommission inzwischen durch Kompromisse entstellt worden ist. Maier-Rigaud plädiert in diesem Aufsatz für eine Vorwärtsstrategie, also dafür, die deutsche Politik möge die unter EG-Beschuß geratene, weil beihilferechtlich fragwürdige deutsche Protektionspolitik zugunsten der Ruhrkohle umweltpolitisch neu deuten und beibehalten."




Der Autor
Dr. Gerhard Maier-Rigaud

in den neunziger Jahren Leiter des Referats Grundsatzfragen der Umweltpolitk im Bundesministerium der Wirtschaft.

[weitere Titel]
dem Verlag bekannte Rezensionen
  • "Maier-Rigaud ist ein Grenzgänger" ...
    Das Parlament, 5.12.1997, S. 23 mehr...
  • Zeitschrift für Politikwissenschaft, 4/1997, S. 1409-1410
  • Schrägstrich, 7-8/1997, S. 36
  • Politische Ökologie, Literatur Special 1998
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.1997
  • Wechselwirkung, August 1997, S. 78
  • Pro Zukunft, 3/1997, S. 31
  • Informationsbrief des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen, (UfU-Rundbrief), 1997
  • Berliner Empfehlungen Ökologie und Lernen, 1998, S. 83
  • Umweltberatung aktuell, 2/1998
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