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Schuldenkrisen, Finanzkrisen und überschießende Liquidität im internationalen Vergleich
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Schuldenkrisen, Finanzkrisen und überschießende Liquidität im internationalen Vergleich

42 Seiten · 8,05 EUR
(April 2014)

 
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Aus der Einleitung des Herausgebers:

Werner Kamppeter eröffnet den Tagungsband mit einem weit ausholenden Vergleich der internationalen, meistens regional konzentrierten Finanzkrisen, die die Welt heimgesucht haben, seitdem das Bretton- Woods-System zerfallen war. Außerdem wurden die Finanzmärkte dereguliert und insbesondere die Kontrolle des grenzüberschreitenden Kapitalverkehr weitgehend beseitigt. Mexiko war das erste Opfer des international volatilen Finanzkapitals, als dieses sich – vor allem infolge des Übergangs zu einer restriktiven Geldpolitik in den USA im Jahre 1979 und steigenden Zinsen – aus Mexiko zurückzuziehen versuchte, was schließlich zur Zahlungsunfähigkeit Mexikos führte. Gut ein Jahrzehnt später folgten die Finanzkrisen in Mexiko (1994) sowie in Argentinien (seit 1995). Kamppeter beschreibt beide Krisen ausführlich und erläutert einige Aspekte dieser Krisen in Rückgriff auf die Krise in Spanien des 17. Jahrhunderts. In den folgenden Krisen spielen die Immobilienmärkte eine wichtige Rolle als Auslöser und Verstärker. Kamppeter erörtert daher die Besonderheiten dieser Märkte, bevor er die von ihnen geprägten Finanzkrisen in Japan (seit 1999), in Asien (1997/1998) und in den USA (seit 2007) beschreibt. In einem weiteren Abschnitt diskutiert Kamppeter wichtige Aspekte der aktuellen Finanz- und Schuldenkrise. Für die Entstehung der "Blasen" macht er u.a. die zunehmende Schere zwischen den stagnierenden realen Anlage-Investitionen der Unternehmen und ihren bei zunehmender Ungleichheit in der Einkommensverteilung steigenden Gewinnen verantwortlich; denn die Differenz zwischen den beiden Größen wird in Finanzaktiva angelegt. Hinzukommen die zunehmenden internationalen Leistungsbilanzungleichgewichte, die zugleich ein Ungleichgewicht zwischen nationalen Investitionen und nationaler Ersparnis darstellen. Die Ungleichgewichte existieren sowohl weltweit als auch im Euroraum. Kamppeter schildert besonders die überbordende und exorbitante Expansion des Finanzsektors, dessen Verknüpfung mit der Realwirtschaft sich immer mehr gelockert hat. Abschließend präsentiert Kamppeter seine wirtschaftspolitischen Empfehlungen, in denen er vor allem auf eine rigorose Regulierung und Kontrolle der Finanzmärkte drängt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
the author
Werner Kamppeter

geb.1946, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika, am International Development Center of Japan sowie am Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, leitete dessen Büro in Seoul und lehrte an Universitäten in Mexiko und Tokio, wo er zugleich Referatsleiter an der Deutschen Botschaft war.