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Schuldnergeld
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Schuldnergeld

Der wunde Punkt in der keynesianischen Staatstheorie des Geldes

20 Seiten · 3,80 EUR
(05. Juni 2006)

 
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Aus der Einleitung des Beitrags:

In Kapitel 15 der General Theory von John Maynard Keynes findet sich im Abschnitt II eine längere Passage zur Notenbankfinanzierung öffentlicher Ausgaben, die meines Wissens in der Debatte über Keynes’ Geldtheorie keine Rolle gespielt hat, sieht man einmal von einer kurzen Anmerkung dazu von Victoria Chick (1983, 318 f. und 332, Fn. 1) sowie einer längeren Auseinandersetzung damit von Hans-Jochim Stadermann und Otto Steiger (2001, 315-318, und 2005) ab. Die Grundidee dieser Passage, eine Erhöhung der Geldmenge durch Notenbankfinanzierung öffentlicher Ausgaben bedeute in ihren Wirkungen für das Volkseinkommen das gleiche wie eine Erhöhung der Geldmenge durch niedrigere Zinsen, möchte ich als den wunden Punkt in der keynesianischen Staatstheorie des Geldes bezeichnen. Man könnte es bei dieser Kennzeichnung als dogmengeschichtlich interessanten faux pas des großen englischen Ökonomen belassen, wenn nicht in jüngster Zeit die Schule des US-amerikanischen Postkeynesianismus, insbesondere im Werk von Randall Wray (1998 und 2000), Keynes’ Staatstheorie des Geldes in den Mittelpunkt ihrer geld- und beschäftigungstheoretischen Vorstellungen gestellt hätte. Im zweiten Abschnitt dieses Beitrags wird der wunde Punkt der Notenbankfinanzierung in der General Theory näher dargestellt und anhand der Entwicklung von Keynes’ Staatstheorie des Geldes diskutiert. Im dritten Abschnitt soll die Frage beantwortet werden, inwieweit der Postkeynesianismus in seiner staatlichen Theorie des Geldes diese Wunde geheilt oder unbesehen fortgeschrieben hat. Im abschließenden vierten Abschnitt wird ein warnendes Beispiel für die auf der Staatstheorie des Geldes fußenden Politik der Notenbankfinanzierung kurz vorgestellt.


zitierfähiger Aufsatz aus ...
Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel
Gerhard Huber, Hagen Krämer, Heinz D. Kurz (Hg.):
Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel
the author
Prof. Dr. Otto Steiger (†)
Otto Steiger (†)

war Professor für Volkswirtschaftslehre am Institut für Konjunktur- und Strukturforschung der Universität Bremen. 2000: Aufnahme der mit G. Heinsohn entwickelten Eigentumstheorie von Zin und Geld als eine der fünf bedeutendsten Gelderklärungen im Geldmuseum der Bundesbank. 2001: Aufnahme zweier Werke in das "Lexikon der ökonomischen Werke", eine Enzyklopädie der bedeutendsten Abhandlungen in der Geschichte der Volkswirtschaftslehre.

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